Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1929)
- Article
- Die Pflanzungswirtschaft Palästinas
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 20 (sequence 3)
- Language
- German
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Land als ziemlich wichtiger Lieferant von subtropischen Früchten für den Weltmarkt, wenn auch zum größten Teil in Form von Orangen. Die Bedeutung dieses Exports ist aus folgenden Daten zu ersehen. Zur Berechnung wollen wir die Durchschnittszahlen der letzten drei Jahre (1925, 1926 und 1927) nehmen; (die Zahlen für das Jahr 1928 waren hei Abfassung dieses Artikels noch nicht veröffentlicht). Wir wenden die Berechnung der Durchschnittsdaten an, weil die Zugrundelegung der Daten des letzten Jahres, 1927, nicht richtig wäre, da dieses Jahr einen besonders großen Export an Getreideprodukten, infolge der günstigen Getreideernte, aufweist (so wurde im Jahre 1926 Mais für f 43.000 ausgeführt, im Jahre 1927 für £ 99.000; Sesam in den entsprechenden Jahren für f 17.000 und £ 79.000; Gerste für £ 38.000 und £ 73.000; Weizen für £ 39.000 und £ 55.000 usw.). Der allgemeine Export der landwirtschaftlichen Produkte war folgender: Im Jahre 1925 für.....£ 905.000 Im Jahre 1926 für.....„ 1,017.000 Im Jahre 1927 für.....„ 1,494.000 das heißt, daß das Land im Durchschnitt jährlich landwirtschaftliche Produkte für einen Betrag von £ 1,140.000 ausführt. Von diesem Export entfallen auf die Produkte der Pflanzimgswirtschaft folgende Beträge: 1925 1926 1927 in tausend Pfund Orangen . . . . 551 566 814 7 9 67 32 18 24 Wein..... 41 27 22 4 2 10 Weintrauben . 5 2 2 In runden Ziffern wurden also Produkte der Plantagenwirtschaft ausgeführt: Im Jahre 1925 über.....£ 640.000 Im Jahre 1926 über.....„ 625.000 Im Jahre 1927 über.....„ 940.000 das heißt im Durchschnitt pro Jahr in einem Betrage von £ 735.000. So sehen wir, daß der Export der Produktion der Plantagenwirtschaft des Landes 64% des gesamten landwirtschaftlichen Exports des Landes ausmacht, das heißt, daß er in bezug hierauf die vorherrschende Stelle einnimmt und Grund zur Annahme vorhanden ist, daß er in der Zukunft mit der Erweiterung der Pflanzungstätigkeit im Lande noch zunehmen wird. Wenn nun der Produktionswert der Plantagenwirtschaft nicht viel mehr als ein Drittel des Produktionswertes der Getreidewirtschaft ausmacht, so beträgt der Wert der exportierten Produkte der Pflanzungswirtschaft das Zweifache desjenigen der Getreidewirtschaft. Wenn wir nun die oben angegebenen Zahlen über den Wert der landwirtschaftlichen Produktion betrachten, so ergibt sich, daß die Getreidewirtschaft für den Export 15% ihrer Produktion hergibt, die Pflanzungswirtschaft dagegen 72%. Diese Daten zeigen klar die ökonomische Rolle dieser beiden Zweige der palästinensischen