Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1929)
- Article
- Die Bedeutung der Milchwirtschaft
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 17 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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Lande nicht. Die heimische Rasse durch Kreuzung mit besseren Rassen zu veredeln, ist ein langsamer Prozeß. Es ist eine Methode, die für Herden gut ist, die von Weiden leben, aber nicht für Vieh, das von angebautem Futter lebt. Der lokale Markt. Dessen Aufnahmefähigkeit ist sehr begrenzt. Das Land hat keine größeren Städte. Jerusalem, Jaffa, Tel-Aviv und Haifa sind die Zentren des Konsums. Die Gesamtbevölkerung dieser Städte ist 150.000 Köpfe, aber die Kaufkraft ist gering, da nur die aus Europa stammenden Einwohner Milch konsumieren. Die ältere einheimische Bevölkerung genießt öl. Bei Milch gibt es keine ausländische Konkurrenz, wohl aber bei Milchprodukten, vornehmlich Butter. Bis vor kurzem war der Preis eines Oka Butter aus Australien 7 Piaster, indes die heimische mit 12 verkauft wurde. Erst jetzt, teilweise als Ergebnis des Wettbewerbes und einer den Bedarf übersteigenden Erzeugung von frischer Milch, wurde der Preis auf 8 Piaster herabgesetzt. Der Import von Milchprodukten erreicht den Betrag von 60.000 £. Der Übergang des Zentrums der Milchproduktion zur bewässerten Zone. Wenn der heimische Markt der einzige für Milchprodukte bleibt, so sind die unbewässerten Wirtschaften, jene im Emek und Ober- und Untergaliläa und in der Ebene Shefelah, in Gefahr. Denn schwerer, bewässerter Boden kann das ganze Jahr hindurch Futter erzeugen, und nicht bloß während einer Saison. Das Futter von solchem ist in Qualität und Quantität dem überlegen, das auf unbewässertem Boden gezogen wird. So kostet die Haltung der Kuh weniger, ihr Milchertrag ist größer, auch wenn sie in anderer Beziehung gleich ist, weil grünes Futter stets vorhanden ist. Infolgedessen wird der heimische Markt den Bauern auf bewässertem Boden zufallen, mit denen jene auf unbewässertem Boden nicht konkurrieren können. Die letzteren werden zur extensiven Wirtschaft übergehen müssen, was eine Abnahme der Kopfzahl der Siedler bedingt. Auswärtige Märkte. Die Gewinnung des Innenmarktes, selbst wenn sie vollständig wäre, kann noch nicht zu dem wünschenswerten Ziel führen. Der Nutzen, den sie bringen würde, wäre klein und nur für die schon bestehenden Milch-