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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 18

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Die Bedeutung der Milchwirtschaft
Date
1929-07-01
Page
Seite 18 (sequence 8)
Language
German
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wirtschaften vorhanden. Der inländische Markt kann nie als Basis einer weit ausgedehnten Kolonisation in den Distrikten mit schweren Böden dienen. Seine höchste Aufnahmefähigkeit genügt nicht, um die bestehenden Kolonien auf Getreideboden zu erhalten. Wenn wir jeder Farm vier Kühe geben, was die nötige Zahl zur Erhaltung einer schwer arbeitenden Familie ist, so wird das Land mit Milch überschwemmt werden, für die keine Nachfrage bestehen wird, und nachdem auch der Markt mit Butter befriedigt sein wird, ist der Kreis von Angebot und Nachfrage geschlossen. Für die ganze Zone mit schweren Böden gibt es keine andere Lösung als Milchwirtschaft in großem Stil und eine solche wird nur bestehen können, wenn sie ihren Absatz auf auswärtigen Märkten finden wird. Der Wettbewerb auf Auslandmärkten. Solche, insbesondere Großbritannien, werden für uns offen sein, wenn wir so gut und so preiswert wie andere Länder Milchprodukte liefern werden. Die Senkung der Produktionskosten hängt ab von 1. der Erhöhung des Bodenertrages, um ein Maximum von Kühen auf der kleinstmöglichen Fläche zu halten; 2. der Erhöhung des Milchertrages durch Verbesserung der Zucht und ausgearbeitete Fütterungsrationierung; 3. der Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Farmer und der Vermehrung seiner Kenntnisse. Diesem Ziele ist eine spezielle Untersuchung all dieser Produktionsfaktoren gewidmet, in Berücksichtigung der Bedingungen des Landes und im Vergleich mit den Faktoren, welche in allen Ländern der Welt, welche Milchprodukte exportieren, herrschend sind. Die Pflanzungswirtschaft Palästinas. Von J. Siman, Jerusalem- Die Landwirtschaft Palästinas zerfällt in zwei ganz verschiedene Zweige, die Getreidewirtschaft und die Pflänzlings- (Plantagen-) Wirtschaft. Infolge seiner geographischen Lage in der Zone des Mittelländischen Meeres mit seinem subtropischen Klima gehört Palästina zu den Ländern, in denen sich eine Pflanzungswirtschaft von subtropischen Früchten in breitem Maße entwickeln kann, sofern deren Anlage und Entwicklung in den geeigneten Orten genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Getreide- und Pflanzungswirtschaft wechseln ab auf der ganzen Strecke des Landes östlich vcm Jordan, wobei ihre verhältnismäßigen Flächen sich im Zusammenhang mit den Bezirken ändern. Im allgemeinen aber ist trotz der günstigen geographischen Lage und trotz des günstigen Klimas nur der kleinste Teil der Böden Palästinas in ihrem gegenwärtigen Zustande für die Anlage von Plantagenwirtschaft geeignet. Die Fachleute sind der Ansicht, daß der größte Teil des zur Kultivierung geeigneten

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