Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1929)
- Article
- Die Bedeutung der Milchwirtschaft
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 14 (sequence 4)
- Language
- German
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Erträge geben und den Siedler von dem Beginn der Beschäftigung auf seinem Lande an ernähren, so daß er nicht gezwungen ist, fünf bis sechs Jahre zu warten, bis er der Erde eine Existenz abgewinnt. b) Industriepflanzen. Auch diese haben das Versuchsstadium noch nicht überschritten, und im besten Falle werden sie, selbst wenn die Versuche mit vollem Erfolg gekrönt sein würden, nicht allein die Fruchtfolge bestreiten können ohne Futterpflanzen. Die Baumwollregionen von U. S. A. sind durch die dort herrschende Monokultur fortschreitend ärmer gemacht worden. Um die landwirtschaftliche Lage in diesen Gegenden zu verbessern, wird jetzt mit Futterbau begonnen. In unserem verarmten Land ist es unmöglich, kommerziell verwertbare Pflanzen ohne Düngung zu bauen. Selbst wenn man nicht Fruchtwechsel in Betracht zieht, so werden Gründüngung und künstliche Düngung auch hier zeitweise benützt, während sie im permanenten System nur zusätzlich zu organischem Dünger verwendet werden. Selbst die Banane kann nicht durch aufeinanderfolgende zehn Jahre in demselben Boden wachsen, sie verlangt einen gewissen Fruchtwechsel, um sich von den vielen Nematoden zu befreien. Es ist daher der Futterbau die einzige Kultur, welche sowohl das Versuchsstadium überschriten hat, als auch imstande ist, eine bedeutende Rolle im Fruchtwechsel zu spielen, ihn zu verbessern und anzureichern zum Nutzen aller Pflanzen, die zu ihm gehören. c) Gemüse. Die Zeit ist noch sehr ferne, in der es uns möglich sein wird, uns auf diesen Zweig der Landwirtschaft sowohl im technischen als auch im kommerziellen Sinne zu verlassen. Aber auch hier ist das Gesetz des Fruchtwechsels gültig und auch das Gesetz über die Bodenverbesserung, nach dem ohne organischen Dünger keine Fruchtbarkeitserhöhung möglich ist, außerdem verlangen besonders Frühgemüse viel Dünger. Futterbau und Viehhaltung sind die einzigen Mittel, durch welche der Weg für diesen Zweig der Landwirtschaft geebnet werden kann. Die natürliche Pflanzungszone. Boden, der in seiner natürlichen Zusammensetzung leicht ist, ist der entscheidende Faktor in der Frage der Pflanzungsfläche in den Ebenen, welche einen schmalen Streifen zwischen Khan Yunis im Süden und Cäsarea im Norden längs der Küste bilden. Nur ein kleiner Teil der einen Millon Dunam, welche für unsere Kolonisation verfügbar ist, hat leichten Boden, zirka ein Zehntel. Und bei dem Land, welches für die Ansiedlung verfügbar sein wird, wird das Verhältnis von leichtem zu schwerem Boden sogar noch schlechter sein. Außerdem ist in den oben angegebenen Grenzen der Pflanzungsboden nicht von einer Beschaffen-