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Palästina · 1929-06-01 · Heft 6 (Juni 1929) · p. Seite 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 6 (Juni 1929)
Article
Die Erwerbung des Emek Jesreel
Date
1929-06-01
Page
Seite 17 (sequence 5)
Language
German
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wollte, den Jüdischen Nationalfonds für den Kauf zu interessieren, falls es möglich sei, den Kaufpreis in zehn Jahresraten zu erlegen. Ein solcher Vorschlag erschien damals als utopisch, denn noch niemals war bis dahin ein Fall vorgekommen, daß Araber Boden auf Ratenzahlungen verkauften. Auch Hankin hatte große Zweifel, ob dieser Weg gangbar sei, wollte aber immerhin die Sache versuchen, und wirklich gelang es ihm, von den Eigentümern eine Option zu erhalten, wonach sie den Kaufpreis zwar nicht in zehn, aber in sechs Jahresraten bekommen sollten. Der Jüdische Nationalfonds wurde damals in Palästina durch ein Komitee vertreten, das aus den Herren Ussischkin, Ettinger und mir bestand. Dieses Komitee stimmte dem Kauf im Prinzip zu und unterbreitete ihn zur Bestätigung dem Direktorium des Nationalfonds in Europa. Hier fand aber der Kauf starken Widerspruch. Die Revisionskommission, die damals gerade nach Palästina kam, erklärte sich gegen den Kauf. Der Gouverneur des Nationalfonds legte gegen ihn sein Veto ein, und der Kauf wäre wahrscheinlich gescheitert, wenn nicht die Zionistische Exekutive eingegriffen und mit der ausschlaggebenden Stimme von Dr. Weizmann sich für den Kauf ausgesprochen hätte. So kam der Kauf nach vielen anderen Schwierigkeiten schließlich doch zustande und ermöglichte die Gründung einer ganzen Reihe von neuen Siedlungen im Emek (Nahalal, Djindjar, Kfar Jecheskel, Gewa, Ein Charod, Tel Josef, Beth Alpha). In den nächsten Jahren gelang es Hankin, noch weitere große Flächen im Emek Jesreel für den Nationalfonds, American Zion Commonwealth und private Gesellschaften zu erwerben. Außerdem erwarb er im Jahre 1924 zirka 65.000 Dunam in der Akko-Ebene, darunter 46.000 Dunam an der Küste zwischen Haifa und Akko. Hiervon ging ein Viertel in das Eigentum des Nationalfonds und drei Viertel in den Besitz der Palestine Land Development Company über, die ihrerseits diesen Boden später an die durch die Initiative von Joseph Loewy zusammen mit der American Zion Commonwealth gegründete Haifa Bay Development Co. verkaufte. Im Jahre 1928 ist der größte Teil von der Haifa Bay Development Co. auf den Jüdischen Nationalfonds übergegangen. Die Erwerbung dieses Bodens ist deshalb besonders wichtig, weil sie dem Jüdischen Nationalfonds einen bleibenden Einfluß auf die Entwicklung von Haifa sichert. Insgesamt sind vom Jahre 1910 bis jetzt im Emek Jesreel (ohne die 65.000 Dunam in der Akko-Ebene) zirka 225.000 Dunam zum Preise von insgesamt £ 800.000 erworben worden. Es ist öfter gefragt worden, warum die Zionistische Organisation gerade den Emek Jesreel als Kolonisationsgebiet gewählt und die Küsten-

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