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Palästina · 1929-04-01 · Heft 4-5 (April 1929) · p. Seite 44

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 4-5 (April 1929)
Article
Die Rolle des Keren Kajemeth bei Entwicklung der Haifa-Bay
Date
1929-04-01
Page
Seite 44 (sequence 15)
Language
German
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will. Der Kampf um die Haifabay war ein Kampf um die städtische Bodenpolitik des Keren Kayemeth — der Erwerb dieses Geländes ist der erste Sieg dieser Bodenpolitik. Herzls Traum. Von Elias M. Epstein, Jerusalem Vor 25 Jahren wurde Theodor Herzl dem jüdischen Volke durch den Tod entrissen. Mit derselben Plötzlichkeit, mit der seine Erscheinung am jüdischen Horizont aufleuchtete, erlosch sie wieder. Verfasser dieses, damals ein Schuljunge, erinnert sich deutlich, wie er beim Betreten des Klassenzimmers anstatt der üblichen Lektion die Worte „Theodor Herzl ist gestorben" in des Lehrers Handschrift auf der Tafel sah. Die Nachricht verbreitete sich mit Blitzesschnelle über Meere und Kontinente und ergriff selbst die Jüngsten, die doch nur eine schwache Vorstellung von der Bedeutung Herzls damit verbanden. Aber wir ahnten schon damals die Größe des Verlustes, der seither von den Nationaljuden in seiner ganzen erdrückenden Schwere empfunden worden ist. Denn keiner hat bisher den Platz Theodor Herzls wirklich ausfüllen können. Keiner hat, wie er, die Eigenschaften des Visionärs, des Staatsmannes, Führers, Reformators, Volkswirtschaftlers, Organisators, Schriftstellers und Aufrüttlers in sich vereinigt. Die seit dem 20. Tammuz 5664 (3. Juli 1904) herangewachsene, neue zionistische Generation hat ihn aus seinen zurückgelassenen Schriften kennengelernt. Eine intimere Kenntnis seiner Persönlichkeit vermittelte die Veröffentlichung seiner Tagebücher. Dieses Buch kann als Herzls Bibel bezeichnet werden. Nicht überdacht oder sorgfältig zusammengestellt, vielmehr eine Chronik der Ereignisse in bunter Reihenfolge, wird die Geschichte seines jüdischen Lebens mit derselben Bildhaftigkeit und Ausführlichkeit geschildert, wie Israels Geschichte in der Bibel. In der gleichen Weise, wie der orthodoxe Jude Quelle und Auslegung eines jeden jüdischen Gesetzes in der Torah findet, weist das „Tagebuch" auf sämtliche, selbst die modernsten zionistischen Probleme hin. Mögen diese Hinweise nur mehr angedeutet oder ausführlich ausgeführt sein, sie erstrecken sich auf beinahe alle zionistischen Gebiete und zeigen den weitausholenden Schwung von Herzls Einbildungskraft, seiner Großherzigkeit und seines Scharfblickes.

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