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Palästina · 1929-04-01 · Heft 4-5 (April 1929) · p. Seite 36

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 4-5 (April 1929)
Article
Die Rolle des Keren Kajemeth bei Entwicklung der Haifa-Bay
Date
1929-04-01
Page
Seite 36 (sequence 7)
Language
German
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zu einem Zentrum des Weltverkehrs. Es liegt vor allem auf dem großen Wege nach Asien: Transjordanien, Mesopotamien, Indien, Persien usw.; ferner besitzt es bereits oder wird es nächstens Eisenbahnlinien besitzen, welche den afrikanischen Kontinent mit dem europäischen verbinden, und zwar einerseits durch die Linie Haifa—Kairo und anderseits durch die bereits vorhandene Strecke Haifa—Damaskus oder durch die noch zu errichtende über Beirut nach Konstantinopel und den Hauptstädten Europas. Dank dem Hafen, der zu einem der wichtigsten Mittelmeerhäfen werden wird, dank der vielfältigen Verbindungswege — Eisenbahn-, Auto- und Luftlinien — zwischen drei Kontinenten, wird der Handel und die Industrie Haifas einen starken Aufschwung erfahren. Als ein wichtiger Knotenpunkt auf den Weltverkehrswegen wird Haifa naturgemäß zum Zentrum des Warenaustausches für weite Gebiete werden. Durch die breite Ausdehnungsmöglichkeit, die diese Stadt nach Norden und Osten besitzt, bildet sie den gegebenen Standort für eine große Industrie. Die industriellen Unternehmungen haben dort die Möglichkeit, Böden in einer kleinen Entfernung von der Stadt und den gegenwärtigen wie auch zukünftigen Verkehrswegen zu billigen Preisen zu bekommen. Dieser Umstand ist für die Konzentrierung einer Industrie und speziell einer Großindustrie in der Umgebung Haifas besonders günstig. Die Zufuhr von Rohmaterialien ans dem Auslande wie auch aus dem landwirtschaftlichen Hinterlande Haifas wird leicht vonstatten gehen; ebenso der Abtransport der hergestellten Fabrikate in die Nachbarländer in folge der ausgezeichneten Land- und Wasserwege. Alle diese Gründe sprechen dafür, daß Haifa berufen ist, eine Großstadt ersten Ranges zu werden. Wie in allen rasch emporsteigenden Städten wird in Haifa das Bodenproblem wesentliche Schwierigkeiten bereiten. Vor allem wird eine sehr starke Bodenpreissteigerung eintreten. Die Erfahrung moderner Städte lehrt uns, wie die Preise in einer relativ kurzen Zeitspanne ins Unermeßliche steigen können. Das gilt ebenso für die Geschäftswie für die Wohnviertel und, wenn auch in einem geringeren Maße, für die Umgebung der Stadt. Einige bezeichnende Beispiele für die Steigerung der Grundstückpreise in Berlin im Laufe von ^twa dreißig Jahren (1881 bis 1910) wurden in einer Rede des Reichsschatzsekretärs in der Reichtagskommission für Zuwachssteuer vom 25. November 1910 angegeben. So hat beispielsweise ein Quadratmeter in den Geschäftsvierteln eine Steigerung von 240 auf 2220 Mark (von 12 auf III Pfund) und in den Wohnvierteln von 30 auf 450 Mark (von l1/* auf 221/2 Pfund) erfahren. In Wien war die durchschnittliche Wertsteigerung in vierzig Jahren (1860 bis 1900) 250%, in neun Bezirken

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