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Palästina · 1929-04-01 · Heft 4-5 (April 1929) · p. Seite 21

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 4-5 (April 1929)
Article
Haifa und seine ökonomische Bedeutung
Date
1929-04-01
Page
Seite 21 (sequence 21)
Language
German
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sowie den Vorfluter für die später anzuführende Dränierung bilden, um in diesem Gebiete den Wasserstand im Boden soweit abzusenken, daß er dem Gedeihen der Pflanzen nicht im Wege steht. Obwohl nun diese Arbeit bis heute nur teilweise ausgeführt ist, tritt doch schon jetzt der Erfolg zutage, daß hier große Strecken im Winter passierbar geworden sind, welche früher bis spät ins Frühjahr nicht betretbar waren. Der Keren Kajemeth, dem heute der größte Teil dieser Böden gehört, präliminierte auch einen ansehnlichen Betrag als Beitrag zu den Summen, die notwendig sein werden, um die Böden um den unteren Kischon herum zu sanieren und bewohnbar zu machen. Ein anderes Bild bietet der zweitgenannte, im Norden des Jidrobodens liegende Fluß, der Naamen. Im Verlaufe langer Zeiten beeinträchtigte derselbe die Siedlungsfähigkeit seiner ganzen Umgebung wohl noch mehr als der Kischon, denn er war nicht nur an einzelnen Stellen, sondern in seiner ganzen Länge versumpft. Die Versumpfung ist aber hier nicht durch natürliche Ursachen entstanden, sondern sie ist das Werk menschlicher Hände. In einer Entfernung von etwa 10 km von der Einmündung dieses Flusses ins Meer, am Fuße eines 40 m hohen Hügels, des Kurdanihügels, befindet sich eine mächtige Quelle, die Kurdaniquelle. Vor Zeiten errichtete man hier ein Stauwehr und baute darin eine primitive Mühle ein. Durch das Wehr staute man das Wasser der Quelle auf, so daß sich zwischen dem Wasserstand oberhalb und unterhalb der Mühle ein Niveauunterschied von 3.5 m gebildet hat, der zum Betreiben der Mühle notwendig war, der aber anderseits zur Folge hatte, daß sich hinter dem Stauwehr ein Sumpf von einigen hundert Dunam bildete. An demselben Flusse, jedoch nur etwa 1 km vom Meere entfernt, baute man vor Zeiten noch eine zweite Mühle. Auch hier mußte das Wasser aufgestaut werden, mit demselben Ergebnis wie früher, nur daß man hier ein bedeutend größeres Gebiet in einen Sumpf verwandelt hat. Die Haifa Bay Development Co. hat das Sanierungswerk hier damit begonnen, daß sie die Mühle an der Kurdaniquelle stillsetzte und das Stauwehr daselbst durchbrechen ließ. Die aufgestauten Wasser konnten nunmehr abfließen. Der obere Sumpf wurde durch diese Maßnahme trockengelegt, und man wird hier um die Quelle herum fruchtbares und gesundes Gelände gewinnen, wo sich früher nur Brutstätten der Malariafliege befanden. Für die Sanierung des Naamens ist dieses Werk natürlich nur als bescheidener 'Anfang anzusehen» Die Regulierung des 10 km

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