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Palästina · 1929-04-01 · Heft 4-5 (April 1929) · p. Seite 20

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 4-5 (April 1929)
Article
Haifa und seine ökonomische Bedeutung
Date
1929-04-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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Sekunde und erreicht mit dieser Wassermenge den drittbesten Platz unter den Wasser führenden Flüssen Palästinas. Der Kischon in seinem Unterlauf und sein Nebenfluß, die Fuwara, haben breite, für Boote und Leichter Iiis zu 1 m Tiefgang befahrbare Flußbette mit weit hineindringendem Meerwasser. Wegen des geringen Wasserzuflusses, den die beiden Flüsse im Sommer haben, versandet die Mündung des Kischon häufig, und es tritt die seltene Erscheinung ein, daß der Fluß zuweilen scheinbar gar keine Verbindung mehr mit dem Meere besitzt, während sein Wasserstand höher ist als der des Meeres. Zu solchen Zeiten ergießen sich seine Wasser über das niedrige Gelände zu beiden Seiten des Flusses. Der Boden um den unteren Kischon herum ist sehr wasserreich. Die niedrigen Terrains weisen zahlreiche kleine Quellen von Süßwasser auf, welche sich nach und nach in die Wadis ergießen, die das Wasser in den Kischon bringen. Stellenweise jedoch bilden sie Teiche und Tümpel, die, weil das Wasser keinen oder nur ungenügenden Abfluß besitzt, Sümpfe bilden. Aus demselben Grunde steigt das Grundwasser in allen niedrig liegenden Teilen des Bodens, insbesondere im Winter, und macht die Gegend in dieser Jahreszeit unpassierbar. Die Haifa Bay Development Co., der früher dieser ganze Boden gehört hatte, ließ durch Sachverständige und durch einen Stab von eigenen Ingenieuren und Agronomen ihren ganzen eigenen Bodenbesitz und einen großen Teil der benachbarten Böden aufs genaueste untersuchen und topographiereu, was nunmehr die Möglichkeit gibt, einen vollständigen und sicheren Plan für die Sanierung des ganzen Gebietes aufzustellen. Handelt es sich doch hier um eine Fläche von rund 50.000 Dunam Land, von welchem heute der größte Teil dem Keren Kajemeth Leisrael gehört. Die Regierung ist derzeit damit beschäftigt, das linke Ufer des Kischonflusses bei Haifa zu sanieren und hat dort bereits verschiedene Dränagearbeiten ausgeführt. In absehbarer Zeit wird die Trockenlegung dieses Gebietes soweit vorgeschritten sein, daß hier die Sümpfe, zum Teil zugeschüttet, zum Teil entwässert, ganz verschwunden sein werden. Ein flußartiger, parallel zur Fuwara angelegter, 5 bis 6 km langer Kanal wurde schon früher von der Haifa Bay Development Co. in Angriff genommen. Mit dem Aushubmaterial soll die Fuwara zugeschüttet werden, wodurch dann wiederum an Stelle eines großen, versumpften Gebietes fruchtbares Gelände gewonnen sein wird. Der Kanal wird auch die Wasser der Winterregen rings um die Fuwara abführen

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