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Palästina · 1929-04-01 · Heft 4-5 (April 1929) · p. Seite 12

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 4-5 (April 1929)
Article
Haifa und seine ökonomische Bedeutung
Date
1929-04-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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manides, welcher nach dem Mongoleneinfall im Jahre 1267 nach Palästina kam. Zu dieser Zeit war die Bucht von Haifa ein Weltverkehrsmittelpunkt und Akko das Tor zum Weg nach Indien. Aber Haifa genoß dies nur indirekt und in begrenztem Maße. Wie die Dinge damals lagen,, war die Stadt weit davon entfernt, die Hauptader des Handels und Verkehrs zu sein. Der Hafen verfiel im Laufe des dreizehnten Jahrhunderts und als der heilige Ludwig, König von Frankreich, bei Haifa landen wollte* zerschellte sein Schiff und er wurde nur durch ein Wunder gerettet (1254). Einige Jahrzehnte später verfiel auch der Hafen von Akko vollständig und das Schweigen des Todes herrschte hier vom Ende des dreizehnten Jahrhunderts an, mit dem letzten der Kreuzzüge. Die Entdeckung des Seeweges nach Indien durch die Portugiesen trug zu diesem Verfall bei. Im sechzehnten Jahrhundert wechselte das Land wieder den Beherrscher. An die Stelle der Mameluken traten die Türken. Durch 400 Jahre geschah nichts von Bedeutung mit Haifa. Es war eine kleine Stadt, vielleicht bloß ein Dorf auf einer Fläche von weniger als 0.5 km2. Die damalige Lage der Stadt war nicht für einen Hafen geeignet, denn sie war dem Winde ausgesetzt, indes die Felsen und die Brandung die Schiffe hinderten, sich dem Strand zu nähern. Die Gründe dafür, daß sie gerade an diese Stelle gebaut worden war, waren: Schutz vor Angriffen, Gewinnung des Lebensunterhaltes aus dem Meer und die frische kühle Luft, welche die brennende Hitze des Sommers milderte. Erst im achtzehnten Jahrhundert wurden die Lebensbedingungen der Stadt radikal geändert. Ein Beduinenscheich, Tahir-el-Omar, erhob sich gegen die Türken und wurde Herrscher der Gegend von Haifa und Akko. In einer seiner Schlachten wurde Haifa zerstört und sodann auf ihrem gegenwärtigen Platze neu erbaut. Dieser Scheich umgab die Stadt mit einer Mauer und baute auf dieser die Festung Bourg-a-Salam. Die Lage der Stadt war hauptsächlich aus strategischen Gründen geändert worden, denn jetzt stand die Stadt Wache auf dem Weg von Samaria nach Galiläa und Akko. Dieser Wechsel der Lage wurde zu einem solchen des Schicksals. Die Stadt stand jetzt an jenem Teil der Bucht, welcher durch den Karmel am meisten vor dem Wind geschützt ist. Nach Osten erstreckte sie sich zu dem Punkte, wo die Straße Saron— Akko die Verbindung der Hauptwege von Jesreel kreuzte, wodurch es einen Stützpunkt auf den Hauptverkehrsadern des Handels gewann. Infolgedessen ist als eigentlicher Ausgangspunkt der Damaskusbahn, die 1905 bis 1908 erbaut wurde, eher Haifa als Akko anzusehen. Auch äußere Faktoren trugen zum Aufstieg Haifas bei: Während des neun-

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