Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1929)
- Article
- Haifa und seine ökonomische Bedeutung
- Date
- 1929-04-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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- Amoraim 1× ep/1003430
- Haifa 1× ep/1047930
- Rashi 1× ep/1002670
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Karmelbahnstation gelegen ist. Schikmona lag innerhalb der Grenzen der Entfernung, welche für Spaziergänge am Sabbath gezogen waren — 3.5 km — gegen Südwesten auf einem Hügel, der sich bis 15 m Höhe über dem Meeresspiegel erhob. Sie blickte über die ganze Haifaebene sowie das anschließende Meer und bewachte den wichtigen Weg, der auf dem schmalen Streifen Ebene zwischen Meer und Karmel aufsteigt^ von Saron nordwärts. Auf diesem Platz können wir heute noch die Ruinen einer prachtvollen griechischen Stadt finden, mit Bruchstücken von Marmorskulpturen und Mosaikfußböden, großen Bausteinen und griechischen Münzen. Selbst in dem gegenwärtigen arabischen Namen Tel-a-Semak erblicken wir trotz der Buchstabenumstellnng dieselbe Wurzel wie im alten hebräischen Namen Schikmona. Der erste, der hierher kam, im Jahre 117 v. Chr., war der ägyptische König Ptolomäus Lathyrie, der Krieg mit Alexander Jannaeus führte. Im zweiten Jahrhundert nach Christi lebte hier einer der Schüler Rabbi Akkibas, Rabbi Simon Haschikmoni. Zu jener Zeit zahlte man den Zehnten von der Frucht des Sykomorenbaumes, „Rimin"*) genannt, welche dort außergewöhnlich gut war. Selbst jetzt noch findet man in der Umgebung der Stadt alte Sykomoren. Die Einwohner von Haifa dagegen waren meist Muschelsammler. Sie „preßten und quetschten sie aus, um ihren Saft zu gewinnen64 (Raschi, Sabbathkommentar, 26, 71), um damit eine Purpurfarbe zu erzeugen. Es waren so viele Heiden in der Stadt, daß sie die Aussprache der Juden verdarben. Deshalb war es den Kantoren von Haifa nicht erlaubt, vor der Bundeslade zu singen und die Priester von dort durften außerhalb der Stadt nicht ihre Hände zum Segnen erheben, denn „anstatt Aleph sagen sie Ajin und statt Ajin Aleph" (Megillah 22, 71). In der Zeit der Amoräer erscheint der Name von Schikmona nicht mehr in den Quellen. Die Einwohner von Haifa beklagen sich über ihre bösen Nachbarn von Castra**), welche ihnen wie ein hemmender Felsen seien, so die Prophezeiung erfüllend: „Und der Herr befahl betreffs Jakob, daß seine Widersacher ihn umringen sollten" (Klagelieder 1—17, Vajikra Rabba 23). Dies bezieht sich auf das samaritanische Castra, welches die Stadt Schikmona, in der zu jener Zeit viele Weise und ihre Schüler lebten, so sehr plagte. Der bekannteste von ihnen war Rabbi Abdimi von Haifa, ein hervorragender Aggadist. Ungefähr um diese *) Rimm war überall vom Zehent befreit, mit Ausnahme jene von Schikononi (Damai I, 1). **) Castra Samaritanorum dürfte dort gelegen sein, wo wir heute Hirbet-a-Samir finden, zirka 4 km südlich von Schikmona.