Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1929)
- Article
- Die Traubenkultur
- Date
- 1929-02-01
- Page
- Seite 41 (sequence 4)
- Language
- German
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Tafeltrauben. Die Terrains. Wie oben angeführt, beträgt bei Tafeltrauben der Anteil der jüdischen Gärten 11%, 5566 Dunam von 49.880. Hiervon waren 2693 in den zionistischen Kolonien im Emek, wovon erst 539 Früchte tragen. Drei Zonen kommen in Palästina für Tafeltrauben in Betracht: 1. Zone der Frühreife: Jordantal, Negeb, Emek. Reifezeit Juni bis August. 2. Die Küstenebenen Saron und Schefelah und die Hügelabhänge in Judäa, Samaria und Galiläa. Reifezeit Juli bis September. 3. Spätreifezone: Gebirgsdistrikte in Judäa, Samaria und Galiläa. Reifezeit August bis November. DieSorten. Die hauptsächlichsten sind Chasselas, Muskat, Wattier de Beyrouth. Der Vorschlag J. Benaris, die spanische Ohanezsorte auf schwierigeren Böden einzuführen (siehe darüber unsere Mitteilung Nr. 8/10, S. 445. — Die Red.), wird von allen anderen Agronomen etwas skeptisch beurteilt und man empfiehlt, zuerst Versuche zu machen, was auch seitens der Pica geschieht. Erträge und Kosten. Das Regierungsdepartement schätzt die Erträge für die nächsten drei bis vier Jahre auf 15.7041 pro Jahr. Davon werden allein in Palästina 13.204 konsumiert und restliche 2500 werden entweder zu Rosinen verarbeitet oder nach Ägypten exportiert. Die wirkliche Ernte war 1924 6278 t und 1927 bereits das Dreifache, 18.004 t. Bezüglich der Erträge gehen die Meinungen auseinander. Wilkansky gibt an, daß unter gegenwärtigen Verhältnissen zirka 450 kg pro Dunam geerntet werden, indes man durch fortwährende Verbesserung des Bodens bis auf 1545 kg kommen könnte. Die Kosten der Bearbeitung von einem Dunam pro Jahr sind £ 2000 bis 3000, wovon die Hälfte auf Arbeitskosten entfallen, die der selbstarbeitende Farmer erspart. Wenn die Ernte mit 400 kg angenommen wird, der Verkaufspreis mit 10 Mil, so werden zirka £ 1.14 pro Dunam und bei Eigenarbeit £ 2765 verdient. Absatzmärkte. Infolge des steigenden Verbrauches von Palästina hat der Export stark abgenommen und war 1927 nur 2511/2 t, indes 1831/21 eingeführt worden sind. Wenn die Dunamerträge aber stark wachsen und die noch nicht fruchttragenden Gärten Ernten haben werden, wird die Exportfrage wieder akut werden. Der Ausfuhr nach Ägypten, dessen Import an Tafeltrauben stark steigt und der 1927 fast 8000 t (gegen 1919: 1660) war, stehen die hohen Eisenbahnfrachten in