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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Versorgung der Juden Palästinas mit Spitälern und Polikliniken
Date
1929-02-01
Page
Seite 27 (sequence 12)
Language
German
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Jfi Die Abteilungsgröße schwankt zwischen 2 und 48 Betten. Jede der aufgezählten Abteilungen ist eine administrative Einheit mit eigenen Schwestern und Aerztepersonal, nur die gynäkologische hat mit der geburtshilflichen Abteilung gemeinsame Aerzte, wobei zu berücksichtigen ist, daß die Hadassah-Spitäler nur mit voll angestellten Aerzten arbeiten, die keine Privatpraxis ausüben dürfen. Die Spitäler der Hadassah sind technisch reicher ausgestattet als die anderen Spitäler des Landes. Jedes Hadassah-Spital verfügt über eine eigene Apotheke und über ein eigenes Laboratorium1), in dem bis vor kurzem alle bakteriologisch, serologisch2), mikroskopischen und chemischen Untersuchungen fürs Krankenbett wie für den poliklinischen Patienten ausgeführt wurden. Erst Ende 1927 wurde ein Teil der einfachen Harnuntersuchungen den Laboratorien abgenommen und den Hilfsärzten aufgetragen, die bis dahin keinerlei Laboratoriumsarbeit verrichteten und keinen Kontakt mit den Laboratorien hatten, da die letzteren eigene Einheiten mit eigenem ärztlichen und Hilfspersonal repräsentieren. Besonders gut ist, wie bereits erwähnt, das Hadassah-Spital in Jerusalem („Rothschild-Spital") ausgestattet. Es verfügt auch überfein eigenes pathölogisch-histologisches Laboratorium, das einzige im Lande, an dessen Spitze Frau Dr. Getzowa, gewesener außerordentl. Professor einer Schweizer Universität steht (das Institut ist der hebräischen Universität nicht (!) angegliedert), und über ein ganz modern eingerichtetes Röntgeninstitut, eine Schöpfung des verstorbenen Wiener Dozenten Dr. Freud. Dem Spital ist ferner eine Schwesternschule angegliedert, die jüdische Mädchen in dreijährigem Kursus ausbildet. Ueber 70 Schülerinnen haben im Jahre 1927/28 die auf ein Spital von allerdings nur 126 — richtiger von nur 113 — Betten sich stützende Anstalt besucht.3) Zu der reichen, ja luxuriösen Ausstattung der Hadassah mit Personal und Nebenbetrieben (Hilfsbetrieben) stehen die Baulichkeiten in krassem Widerspruch. Die Mehrzahl der Häuser, in denen Spitäler oder Ambulatorien untergebracht sind, erfüllen nicht die Bedingungen, die das Healthdepartment in seinem Zirkular vom 6. Jänner 1926 an Bauten und sanitärem Einrichtungen, geknüpft hat. In Jerusalem und Safed ist die Hadassah in den ursprünglichen Rothschild-Spitälern untergebracht, die für einen viel kleineren Fassungsraum bestimmt waren, zum Teil Anforderungen an ein Spitalsgebäude gar nicht entsprechen. In Tel-Aviv und Haifa hat sich die Hadassah in privaten Miethäusern niedergelassen. Hochgradige Enge m Krankenzimmern, mangelhafte Belichtung der Gänge, ungenügende oder völlig fehlende unentbehrliche Nebenräume, insuffiziente sanitäre Einrichtungen und andererseits Verschlechterung und Verteuerung des Betriebes mußten so in Kauf genommen werden. In Tel-Aviv ist das von der Stadtverwaltung errichtete neue Gebäude fast fertig, in den anderen Städten ist die Hoffnung auf baldige Besserung der GebättdeVerhältnisse — trotz des in Amerika aufzubringenden Spitalsbaufonds — sehr gering Das Barackenspital der Krankenkasse im Emek-Jesreel (Ejn Harod}? besteht aus einer internen, einer Kinder- und einer geburtshilflichen Abteilung. Der letzteren ist ein kleines Schwangerenheim angegliedert, J) Außer den 4 Hadassah-Laboratorien gibt es im Lande 2 staatliche und ew& Reihe privater, auf Erwerb eingestellter Laboratorien; außerdem die Universitätsmstitöfce, 2J Wassermann-Untersuchungen werden nur in Jerusalem gemacht. ) Die Schule versorgt lediglich die Hadassah mit Schwestern. In den letzten Jahre» «rgftben sich bereits Schwierigkeiten mit der Unterbringung der absolvierten Scbüleri<M*.<3&

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