Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 26

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Versorgung der Juden Palästinas mit Spitälern und Polikliniken
Date
1929-02-01
Page
Seite 26 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2379786-2379874-2379877-2388554--08535-2388793
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

26 Im Emek-Israel entfielen im Jahre 1926 auf 1000 KrankenkassenYersicherte und deren Angehörige 45 Spitalsentbindungen. 3) Es ist dies, wenn wir von dem bürgerlichen Teil des Städtchens Afule, der seine Hilfe nicht von der Krankenkasse bezieht, absehen, das einzige Gebiet in Palästina, wo alle Schwangeren in einem Spital niederkommen. In den anderen Teilen Palästinas ist es nicht so günstig, vor allem nicht in Haifa, aber auch nicht in Tel-Aviv, das diesbezüglich besser gestellt und wo zirka 60% aller Schwangeren im Hadassah-Spital niederkommen. In Haifa stehen der jüdischen Bevölkerung von etwa 25.000 (Stadt und Land] 6 (!) Betten für Mittellose und Arme (Hadassah), und 18 für zahlungsfähige Gebärende zur Verfügung. Ueber die Geburtenzahlen liegen leider nur die Angaben der Hadassah und der Kupat-Cholim, aber nicht der anderen Volontären Spitäler und auch nicht seitens der Privatsanatorien vor. In Spitälern der Hadassah und Kupat-Cholim wurden im Jahre 1926 rund 2000, im Jahre 1927 über 2100 Geburten, d. h. 38% bezw. über 40% aller jüdischen Geburten absolviert. Mit den anderen Spitälern und Privatsanatorien zusammen dürfte mehr als die Hälfte aller jüdischen Geburten in Anstaltsobhut vor sich gegangen sein. Dieser große Prozentsatz der Anstaltsgeburten ist ein für die Gesundheitserhaltung der Frauen und für die Niedrighaltung der Totgeburten-Ziffern wie für die geringe Frühsterblichkeit der Säuglinge wichtiger — wahrscheinlich der wichtigste — Faktor. Die jüdischen Spitäler sind zum Unterschied von den staatlichen und meisten nichtjüdischen Volontären Institutionen nach dem Prinzip weitgehender spezialistischer Gliederung aufgebaut. Besonders extrem sind in dieser Hinsicht die Anstalten der amerikanischen zionistischen Frauemorganisation, der Hadassah. Dies hat zur Folge, daß die Abteilungen zumeist sehr klein sind. Folgende Tabelle möge einen Einblick in diese Verhältnisse gewähren. Bettenanzahl einer jeden Abteilung in den Spitälern der Hadassah im Jahre 1927,2) Jerusalem Tel-Aviv Haifa Safed Summe Interne Abteilung ..... 35 48 27 30 140 Tuberkuloseabteilung . . . t — — — 28 28 Kinderabteilung ..... 30 20 7 — 57 Nervenabteilung ..... 2 — — — 2 Chirurgische Abteilung . . . 24 12 — — 36 Gynäkologische Abteilung 5 3 — — 8 Geburtshilfliche Abteilung Betten für Mütter3) . . . 13 20 5 4 42 Betten für Neugeborene3) . 13 20 4 4 42 Dermatologische Abteilung 2 — — — 2 Augenabteilung ..... . 2 — 3 — 5. Summe . . . 126 123 47 66 362 *) Ein kleiner Teil der Gebärenden kommt allerdings von auswärts, d. k aus dem Kreise Tiberias. 2) Es gibt von Zeit zu Zeit kleine Verschiebungen in den Zahlen. Das BUd wird dadurch nicht verändert. Diese Tabelle entspricht dem Sommer 1927 und ist identisch mit der, welche ich s. Z. der amerikanischen Joint Pal. Survey Commission offiziell überreicht habe. 3) Die Betten für Neugeborene werden separat ausgewiesen, so daß die geburtshilfliche Abteilung in Wirklichkeit nur die Hälfte der ausgewiesenen Betten hat.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.