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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 11

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Rinderzucht in Palästina
Date
1929-02-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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11 Tabelle VII. Kosten der Verarbeitung und des Absatzes der Milch. Preis loco Farm Bezirk New York Palästina U. S. A-1) Emek Jesreel je 1 Liter in % des Verkaufsje 1 I iter °/° de* 1 Liter Vßrkatifs- Milliemes preises Millemes preises lOi 52 5 12 34.3 1-7 8-4 6 172 22 10 ö ) ro 48 1 17 48-5 4 1 1-4 f 0-4 9-4 22-3 ) . 23 195 35 rung. Wenn zum Beispiel die Einwanderung wieder geöffnet wird, so bedeutet dies für die Milchwirtschaft in den jüdischen Betrieben eine Ausdehnung ihres Absatzgebietes, Ist doch gerade der Einwanderer aus Europa der stärkste Konsument für Kuhmilch. 2. Erhöhung des Konsums durch Verbilligung des Produktes. Auch eine Verdrängung der Einfuhr könnte nur auf diese Weise vor sich gehen. Auf welchem Punkte des Produktionsweges läßt sich jedoch diese Verbilligung durchführen? Diese Frage führt zur Darlegung der Betriebsrichtung in der inländischen Milchwirtschaft und zur Untersuchung ihrer Rentabilität. Die beiden Rinderzuchtbetriebskreise, wenn man diesen Begriff gelten lassen will, der arabische und der modern-jüdische, unterscheiden sich in allen wesentlichen Punkten ganz scharf voneinander. Die Methode von Fellachen, zum Teil auch von jüdischen Kolonisten geübt, ist eine extensive. Das Vieh ist fast ausschließlich auf den Weidegang angewiesen. Die Weide ist in den ersten Frühjahrsmonaten reichlich, später als Stoppelweide mäßig; im zweiten Halbjahr bietet sie meist nur das nötigste Erhaltungsfutter. In Betracht kommt für eine derartige Haltung nur das arabische Rind. Der Ernährung entsprechend, sind die Abkalbungen und Melkperioden natürlicherweise in das Frühjahr verlegt, weshalb auch zu dieser Zeit die meiste Milch auf dem Markt erscheint. Die Pflege und Unterbringung ist auf das möglich geringste Ausmaß beschränkt. Der Arbeitsbedarf, der sich beim Araber ja überhaupt schwer bewerten läßt, ist auf ein Minimum herabgedrückt. Natürlich stehen dem gegenüber auch entsprechend niedrige Beträge. Es wäre wohl denkbar, dieses System auch auf einen neuerrichteten extensiven Betrieb zu übertragen, wenn entsprechende Weidemöglichkeiten und entsprechend billiges Arbeitermaterial zur Verfügung steht. Als Grundlage einer jüdischen Kolonisation kommt es jedoch nicht in Frage. Die jüdischen Siedler sind meist zur Stallhaltung übergegangen, und zwar bei guten Absatzverhältnissen zu ausschließlicher Stallhaltung mit hochwertigem Vieh, bei ungünstigeren Bedingungen zu einer Kombination von Weide und Zufütterung. Das eingestellte Vieh entstammt allen im Lande bekannten Rassen. Schon aus dem Referat von Dr. Orr vom Empire Marketing Board 1927 (abgedruckt in Nr. 10/11 1927 dieser Zeitschrift) ist bekannt, daß l<] Bearbeitet nach Brinkmann, Betrieb und Organisation der amerikanischen Landwirtschaft, Berlin 1926.

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