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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 10

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Rinderzucht in Palästina
Date
1929-02-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 jüdischen Landwirten das Genossenschaftssystem durchgesetzt. Besonders die alljährlich steigende Menge von Milch, die durch den Maschbir zum Vertrieb der in den Arbeitersiedlungen gewonnenen Produkte jetzt anter einer gesonderten Verwaltung und der Firma „Tnuwah" arbeitet, ist ein erfreuliches Zeichen für die Erstarkung der jüdischen Wirtschaften. Tabelle VI. Der Milchvertrieb der »Tnuwah« (»Maschbir«}. Haifa Tel-Aviv Jerusalem Afule Tiberias I a u r davon davon davon J Liter Produktion Liter Produktion Liter Produktion Liter Liter Liter Liter 192^/26 .... 389.168? 579.770? 127.710? - 35.028 1926/27 .... 670.765 287 836 445.974 115.269 211596 24 852 70.834 39.379 Der Milchpreis in den Städten Palästinas ist ein bekannt außerordentlich hoher. Er war im Jahre 1927 35 Müs in Jaffa und Haifa, also 70 Pfennige, d. i. das Doppelte bis Dreifache so hoch wie in den städtischen Zentren anderer Länder, in Jerusalem ist der Preis noch höher. Die erwähnte Zusammenstellung von Bonne (in Nr. 3/4 d. Z.) über die Preisbewegung in den letzten Jahren erinnert an die warnenden Stimmen, die laut wurden, als man mit Beginn der neuen Ansiedlung unter dem Eindruck der damals außerordentlich hohen MiJchprease der Vergrößerung und Verbesserung der Viehhaltung ein besonderes Gewicht beilegte. Die allgemein prophezeite Ueberproduktion ist nicht eingetreten und sehr zum Schaden der Konsumenten ist nicht einmal eine beträchtliche Senkung im Preis der lebenswichtigen Nahrungsmittel zu verzeichnen. Vom Standpunkt des Produzenten jedoch muß der hohe Preis, der für sein Erzeugnis bezahlt wird, anders beurteilt werden. An und für sich ist er ein Beweis, daß der Markt noch aufnahmsfähig ist. Das ist ja auch durchaus verständlich, wenn man sich vor Augen hält, einerseits die Menge der aus dem Auslande eingeführten Milchprodukte, andererseits die Tatsache, daß nach einer zwar nicht genauen, aber vorsichtigen Berechnung der Konsum jedes palästinensischen Einwohners durchschnittlich Vs Liter Kuhmilch im Tag beträgt, während jeder Jude im Land täglich immerhin 1j3 Liter Milch (einschließlich zu Molkereiprodukten verarbeiteter) verzehrt. Leider steht dem hohen Kleinhandelspreis nidht ein entsprechender Nettoerlös des Bauern gegenüber. In den meisten jüdischen Wirtschaften erhält er nur etwa V3 des vom Konsumenten bezahlten Betrages, deü Rest verschlingen Transportkosten und Verteilung. (Siehe den schon erwähnten Aufsatz von Viteies in Nr. 1 2.) Zur Darlegung dessen diene die Gegenüberstellung in Tabelle VII. Verglichen sind die Absatzkosten in einem freilich recht günstig zu einem großen Markt gelegenen Gebiet der U, S. A. mit denen milchwirtschaftlicher Betriebe im mittleren Emek. Uebrigens dürften die durchschnittlichen Entfernungen des Bezirkes New York bis zum privaten Abnehmer kaum geringer sein als die palästinensischen. Eine Steigerung des Absatzes von Milch kann auf zwei Wegen erzielt werden: 1. Erhöhung des Konsums durch Vermehrung der Bevölke-

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