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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Rinderzucht in Palästina
Date
1929-02-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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9 die jüdische. Für palästinensische Verhältnisse immerhin ein ganz ansehnlicher Produktionsposten. Ein anschauliches Bild von der Steigerung des Milchertrages durch die vorher geschilderten Zuchtmaßnahmen gibt der Bericht über den Stall der Kwuzah Daganiah A/Jedioth of the Zionist Agricultural Experiment Station, January 1927. Tabelle V. Die Leistungssteigerung im Kuhstall der Kwuzah Daganiah A. Zahl Jahr der Kühe 1920/21 ........ 16 1921/22........ 18 1922/23 ........ 20 1923/24 ........ 21 1924/25 ........ 29 1925/26 ........ 34 Abgesehen von zufälligen Rückschlägen nimmt die Leistung der eingestellten Tiere alljährlich zu und hat sich im Durchschnitt — da diese Entwicklung auch in den folgenden Jahren 1926'27 und 1927/28 anhält — im Laufe von 8 Jahren verdoppelt. Damit ist auch der Durchschnittsertrag von 3000 Liter pro Jahr erreicht, der wie noch zu besprechen sein wird, unter den gegenwärtigen Bedingungen, die Rentabilität eines modernen Milchviehstalles in Palästina gewährleistet. Die jüdischen Betriebe müssen einen Teil der Produktion an Vollmilch weiterverarbeiten. Nicht für alle Wirtschaften sind so günstige Kommunikationen zu den Hauptabsatzorten gegeben, daß alle Melkungen in frischem Zustande abgesetzt werden können. Man hat deshalb in steigendem Ausmaße die Verarbeitung der Milch zu Sahne, Butter und Käse aufgenommen. Diese Verwertungsart der Milch stellt den jüdischen Produzenten vor ein neues Problem, dem vor Jahren noch keine Bedeutung beigemessen wurde. Als Zuchtziel tritt nun neben dem bisher alleinstehenden Interesse nach möglichst großem Milchertrag die Forderung nach entsprechendem Fettgehalt. Auch die Konsumenten lernen langsam Gewicht auf die Qualität der Milch zu legen. Die Regierung bereitet ein Gesetz vor, das den Mindestgehalt von Fett in der Milch vorschreiben soll. Während nun das milcharme arabische Vieh sich durch relativ sehr fettreiche Milch auszeichnet (etwa 5%), lassen gerade viele der eingeführten holländischen Kühe es in dieser Hinsicht fehlen, da man bei der Auswahl der Transporte darauf kein Augenmerk gerichtet hatte. Ueber die Absatzorganis ation und die Preisgestaltung von Produkten der Rinderzucht in Palästina ist sehr viel wertvolles Material niedergelegt in Heft 1/2 1928 dieser Zeitschrift (Bericht von Direkter Viteies) und Heft 3/4 1928 (Dr. Bonne, Problem der Teuerung). Außer den von Viteies angeführten Milchverkaufsbetrieben spielt wohl auch der direkte Absatz vom Erzeuger zum Abnehmer eine gewisse Rolle. Das ist sicher der häufigste Fall beim arabischen Produzenten, der seine Erzeugung selbst auf den Markt bringt. Es gibt auch Jüdische Ställe an der Peripherie der Stadt, z. B. in Tel-Ayiv, die die Verteilung selbst durchführen. Im allgemeinen jedoch hat sich bei den Milchertrag in kg über dem Durchschnitt Minimum Maximum P1?1*^; Kühe °/o G*~ schnitt samtstandes 933 2369 1685 5 31*2 1190 2939 2031 7 38*9 1304 3152 2576 9 45'0 782 3670 2252 9 42*9 2682 4! 07 3324 8 27'6 1478 3642 2614 14 41-2

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