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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 8

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Rinderzucht in Palästina
Date
1929-02-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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$ wieisen worden. Dieser Mangel spielt bekanntlich eine große Rolle in derii Referat, das Agronom Dyk vor zwei Jahren in Ergänzung der Oppenhomerischen Ausführungen erstattet hat. Es würde zu weit führen, wollte man die Zusammenhänge eingehender erörtern, die in vielen Gegenden die Großviehhaltung gerade wegen der Düngererzeugung in den Mittelpunkt landwirtschaftlicher Betriebsführung bringen.1) Wohl in wenigen Agrarländern kommt eine so niedrige Stückzahl von Großvieh auf die Bodeneinheit wie in Palästina und überall anders auch meist noch von Vieh mit durchschnittlich größerem Körpergewicht, also größerer Düngerproduktion. Für die jüdische Landwirtschaft speziell ist der Prozentsatz nicht günstig, schon deshalb, weil in den Pflanzungsbetrieben viele Besitzungen überhaupt ohne jede Viehhaltung sind. Aber selbst in den jfemischten Wirtschaften des Emek Jesreel ist man bis heute weit davon entfernt, auch nur eine halbwegs entsprechende Zahl von Rindern pro Bodeneinheit zu halten. Die Zählung in den landwirtschaftlichen Siedlungen der Zionistischen Exekutive im August 1926 gibt an: per 1000 Dunam in den Moschawim 47 Kopf Rindvieh, in den Kwuzoth 58, d. h., etwa V»' Stück Vieh auf den ha, während man z. B. in Deutschland etwa 4 auf den ha rechnet.; Eine statistische Aufnahme der im Land produzierten Milch ist mir nicht bekannt. Welches Augenmerk die jüdischen Landwirte der Erhöhimg dieses Produktionszweiges zuwenden, wurde schon betont. Sie .haben sich auch bereits eine bemerkenswerte Position erworben. Wie aus Tabelle I hervorgeht, entspricht das Verhältnis zwischen der in jüdischen Betrieben gehaltenen Zahl von Milchkühen zur Gesamtzahl des Xandes fast genau dem Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung. Es dürfte wohl kaum einen anderen landwirtschaftlichen Zweig geben, der so günstig sich repräsentiert, da doch die jüdische Landwirtschaft ansonsten zahlenmäßig noch lange nicht die Rolle spielt, die dem jüdischen Element entsprechen müßte. (Wenn man von Orangen- und Weinproduktion : absieht. — Anm. d. Red.) Dieses Verhältnis muß sich inzwischen nqch weiter zugunsten der jüdischen Milchproduzenten verschoben Kraben, da im Zählungsjahr in den jüdischen Betrieben relativ mehr Jungvieh vorhanden war. Noch drastischer ist jedoch das Ergebnis folgender Rechnung: Auf Grund der vorher gegebenen Darstellungen der in Palä .stina vornehmlich gezogenen Rassen und ihrer Leistungsfähigkeit ist die Durchschnittsergiebigkeit der in Tabelle V angeführten 37.062 Milchkühe des Landes mit 900 Liter wohl nicht zu niedrig angenommen. Von den 6300 „jüdischen" Kühen sind jedoch fast die Hälfte Rassetiere; ihre Durchschnittskistung kann also ohne Gefahr eines Irrtumes mit 1300 Liter eingeschätzt werden. Das heißt dann, daß von einer Gesamtmilchproduktion von rund 33,400.000 Litern im Jahr rund 8,200.000 Liter oder mehr als % aus den jüdischen Wirtschaften stammen Für 1926 gibt das Regierungsdepartment einen Großhandelspreis *&qb- 2 Piastern für den Liter Milch an. Das entspricht einem Wert von ^68,000 Pfund für die Gesamtmilchlieferung und von 164.000 Pfund für . .*) Anm. d. Red. Nach Abschluß dieses Artikels, erschien die in ..Nr» 11/12 1928, S. 552, angezeigte wissenschaftliche Arbeit über die Milchindustrie in Palästina vpn Direktor Elazari-Volcani, wo all diese Fragen ausführlich behandelt werden. . Wir kommen atff diese wichtige Arbeit noch zurück.

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