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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 6

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Rinderzucht in Palästina
Date
1929-02-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 rein arabischer Kälber mit einem Durchschnitt von 15 kg zwischen 8 und 20 kg schwankte, hatten die Kreuzungen Geburtsgewichte von 17 bis 29 kg, mit einem Durchschnitt von 24 kg. Inzwischen haben diese selbst abgekalbt lind ihre Milchleistung nach der ersten Geburt — bekanntlich noch geringer als bei den späteren — kann bereits festgestellt werden. Die Töchter von 700-Liter-Kühen erreichen über 2000 Liter und zusammen mit den Ergebnissen anderer Kreuzungen dieser Art läßt sich sagen, daß dieses Halbblut mit einer durchschnittlichen Milchleistung von 2500 Litern jährlich einzuschätzen ist. Ebenso stellt die Einkreuzung von holländischem Blut in die beiden syrischen Schläge eine Verbesserung ihrer Leistung dar. Die Rinderbestandszählung des Regierungsdepartments, deren Zahlen in Tabelle I angeführt sind, stellt den Anteil von hochwertigem Vieh an der Gesamtzahl nicht fest. Doch dürfte es außer in den deutschen und jüdischen Siedlungen nicht viel Rinder von nicht arabischer Rasse geben. Ueber die Zusammensetzung der Ställe in der jüdischen Landwirtschaft gibt die Statistik der Exekutive Aufschluß. In Tabelle IV Tabelle IV. Der Bestand an Milchvieh in den jüdischen Siedlungen nach der Rasse. Zusammen Arabische Rassc Halbblut Vollblut Zahl % Zah, Kuhkälber unter i Jahr . 2000 17*3 893 Färsen unter 2 Jahren . 1745 15-4 791 Kühe......... 6300 54-6 3394 Stierkälber unter 1 Jahr . 946 6*4 511 Stiere ......... 500 4'3 353 Zusammen . . 11531 100% 5942 wird unterschieden zwischen der heimischen arabischen Rasset Kreuzungen derselben mit irgend einer Qualitätsrasse — syrischen oder europäischen Ursprungs — und zwischen diesen Hochzuchtrassen selbst, und daraus geht hervor, daß selbst in der jüdischen Landwirtschaft noch mehr als die Hälfte Vieh von heimischer Rasse gehalten wird. Die Verbesserungen der Zucht drücken sich jedoch darin aus, daß beim Nachwuchs von Kuhkälbern sich das Verhältnis zwischen der minderen und verbesserten Qualität verschiebt, von 54 : 46 bei ausgewachsenen Kühen, zu 44% : 55^2 beim Jungvieh. Aufklärung bedarf der hohe Prozentsatz arabischer Stiere. Diese sind fast nur in den Getreidekolonien der Pica im Galil zu finden, in denen die Viehhaltung ganz nach der extensiven Methode der Fellachen organisiert ist. Ausschlaggebend ist die Zahl von qualifizierten Rassebullen.. Die Wirtschaft der Fellachen und die der jüdischen Siedler geht auch in der Rinderzucht im allgemeinen getrennte Wege. Es wurde ja schon einigemale darauf hingewiesen, daß das Zuchtziel in der jücB^ sehen Landwirtschaft ein ganz einseitig beschränktes ist: die möglichst größte Milchleistung. Dies drückt sich auch in den Verhältniszahlen der Tabelle I aus. Fast das ganze in den jüdischen Kolonien gehaltene Rindvieh dient der Milchproduktion. Zur Fleischgewinnung, was in der Statistik nicht zum Ausdruck kommt, wird zwar auch stets ein natürlicher Prozentsatz von Tieren verwendet, doch legt man weder in der Auswahl der Kühe und der Zuchtbullen, noch in der 'Fütterung % Zahl °/ /o Zahl 0/ /© 44-6 311 15-6 796 39*8 44-3 280 20 704 35*7 53-9 498 7-9 2408 38*2 53-5 105 1t 330 35-5 70 26 5i 121 24-9 51-7 1220 10-5 4359 37-8

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