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Palästina · 1929-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1929) · p. Seite 3

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1929)
Article
Die Rinderzucht in Palästina
Date
1929-02-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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3 Tatelle IL Statistik der Ein- und Ausfuhr von Produkten der Viehzucht 1926. <~ * . . Einfuhr Ausfuhr uegenstanö Menge Wert zus. Menge Wert zus. Fleisch ägyptische Pfund ägyptische Pfund Lebendvieh f. Schlachtzwecke ...... 2 040 Stück 29.578 57 t 313 Gefrierfleisch ... 188 t 15.956 Büchsenfleisch ... 76 t 5.439 50,973 _ 313 Molkerei-Produkte Butter........ 127 t 25.334 43 Butterersatz..... 249 t 18.791 Käse........ 290 t 22.140 10 t 630 Milchpulver..... 8 t 1.685 Kondensmilch ... 3.365 Kisten 20.762 Sahne........ 357 t 49.110 15 t 1.738 getrocknete Sauermilch 137 822 3 t 19 2.430 188.795 2.743 Tabelle II gibt einen Ueberblick über die Einfuhr und Ausfuhr von Produkten der Viehzucht im Jahre 1926- Es ließ sich nicht vermeiden, daß die die Rinder betreffenden Zahlen nicht immer ganz rein herausgeschält wurden. So z. B. ist bei dem Posten »Käse« auch Schafkäse eingeschlossen, ähnlich beim Posten »Büchsenfleisch« etc. Unstreitbar jedoch geht aus den Zahlen die eine Tatsache hervor, daß Palästina selbst für die wichtigsten Nahrungsmittel auf die Einfuhr angewiesen ist, während von Export überhaupt nicht die Rede sein kann. Uebrigens wäre die Einfuhr von Schlachtvieh viel größer, wenn sie nicht durch die strengen Quarantänemaßnahmen gedrosselt wäre, die von der Regierung gegen die Seucheneinschleppung getroffen wurden. Die Ziffern für das Jahr 1927 stellen wohl kaum eine Besserung der palästinensischen Handelsbilanz in dieser Warengattung dar. Die Lebendvieheinfuhr in diesem Jahr stieg sogar von 2040 Stück, Wert 29.578 Pfund, auf 4997, im Wert von 81.116. Pfund. Im Verhältnis zu anderen Ländern spielt in Palästina in der Viehzucht jene von Rindern eigentlich nur die zweite Rolle. Sie tritt an Bedeutung hinter der Schafzucht zurück. Sowohl die Versorgung mit Fleisch wie auch die mit Milch und Käse erfolgt in ungleich größerem Maßstabe durch die zahlreichen Schafherden, aber selbst diese können den Bedarf nicht decken, so daß auch hier eine Einfuhr stattfindet. Illustriert wird der Geschmack der Bevölkerung durch Tabelle III, die eine Zusammenstellung der in der Berichtsperiode 1925/26 in den Schlachthäusern der Städte und größeren Ortschaften durchgeführten Schlachtungen darstellt. Tabelle III Schlachthaus-Berichte 1925/26. Stiere und Ochsen Kühe Kälber Schafe Ziegen Schweine Kamele Zusammen 18.968 10.674 877 154.442 79.697 636 214 273.908 "~ 30519 Hiezu ist zu bemerken, daß die in den kleinen Dörfern und von den Beduinen geschlachteten Tiere nicht aufgezählt sind, weil sie bisher von der Regierungskontrolle noch nicht erfaßt werden. Aber gerade in diesen Bevölkerungskreisen dürfte das Rind an Bedeutung als Fleischlieferant noch viel weiter hinter dem Kleinvieh zurücktreten, als in den größeren Orten. S

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