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Palästina · 1928-11-01 · Heft 11-12 (November 1928) · p. Seite 488

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 11-12 (November 1928)
Article
Die Ansiedlung der Koloniearbeiter
Date
1928-11-01
Page
Seite 488 (sequence 7)
Language
German
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488 Zu Anfang der zionistischen Siedlungstätigkeit , . . 2000—3000 Dunam, Heute gibt es im Lande: Fruchttragende zirka .... 30.000 Dunam, Neue Plantationen zirka ............... 20.000 Dunam. (Zahlen des „Mischar Wetaasia", Nr. 6, Mai 1928.) Der jüdische Besitzstand sieht ungefähr so aus: Im Jahre 1925 hat es gegeben: Alte und neue Plantationen . . . .............. 11.000 Dunam, Im Jahre 1926 hat es gegeben: Alte und neue Plantationen................ 12.185 Dunam. (Zahlen von Dr. Zagorodsky im landwirtschaftlichen Kalender.) Der heutige Stand wird von der Arbeiterorganisation möglichst genau, wie folgt, ermittelt: Fruchttragende Orangen- und Bananenplantationen . . . 11.314 Dunam, Noch nicht ertragsfähige Orangen- und Bananenplantationen.................. 11.084 Dunam, Während des Jahres 1928 in Angriff genommene Orangen- und Bananenplantationen . . . . . . .. . 8.610 Dunam, Zusammen.............. 30.008 Dunam. Die Fläche, die voraussichtlich im Jahre 1929 von den Juden neu bepflanzt wird, wird allgemein mit ungefähr 12,000 Dunam geschätzt. An sich ist diese Pflanzungstätigkeit noch keinesfalls übertrieben. Die Orange ist eine der seltenen palästinensischen Monopolfrüchte, und als solche noch lange konkurrenzfähig und für die palästinensische Volkswirtschaft von äußerster Wichtigkeit, aber nur wenn gewisse Vorbedingungen erfüllt werden. Die erste Vorbedingung ist, daß die Orange nur in den verhältnismäßig wenigen Strichen und auf Böden, die sich für den Orangenbau eignen, sachgemäß gepflanzt wird. Die zweite Vorbedingung ist, daß nur Arten gezüchtet werden, die als palästinensische Monopolsorten (Jaffa-Orange) gelten. Die dritte und vierte Vorbedingung schließlich ist, daß sowohl die Verpackung als auch Versendung der Ware derartige sind, daß sie die noch geschätzte palästinensische Marke nicht schädigen, daß also eine Versand- und Verkaufsorganisation der Ware, die den Markt und die Qualität kontrolliert, ins Leben gerufen werde. Inwieweit in diesen Hinsichten heute gesündigt wird, läßt sich vorläufig noch nicht mit Genauigkeit feststellen. Der größte Teil der neuen Orangenpflanzungen wird erst in drei bis vier Jahren ertragsfähig werden und erst dann wird man sehen und beurteilen können, ob Qualitätsware produziert wurde oder nicht. Leider muß festgestellt werden, daß ein großer Teil der Pflanzungen sich jeder irgendwie gearteten zentralen Kontrolle entzieht, und daß keine Gewähr dafür besteht, daß richtige Sorten auf richtigem Boden und richtig bearbeitet gezogen werden. Bei dem bekannten jüdischen Individualitätsgeist und?o oft vorkommendem Besserwissertum ist eher das Gegenteil zu befürchten. Ferner muß festgestellt werden, daß sogar bei der heutzutage produzierten Menge von zirka 2,400.000 Kisten, die ins Ausland gehen, das letzte Jahr manche Enttäuschungen mit sich gebracht hat. Es hat sich erwiesen, daß die Orangen zum Teil schlecht gepackt, vorzeitig gepflückt und daher im schlechten Zustande in England (hauptsächlicher Markt für die palästinensische Orange) zu einer ungünstigen Zeit anlangten, was eine bedeutende Verschlechterung der palästinensischen Standardware zur Folge hatte. Von welch immenser Wichtigkeit dieser Umstand

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