Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 8-10 (August 1928)
- Article
- Der Bericht der Untersuchungskommission (Joint Palestine Survey Commission) für die Jewish Agency
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 400 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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400 gemäß die wasserhaltige Schicht der Küstenebene. Die Flächen sind: 6500 Dunam Sanddünen, 30.000 Dunam leichter Boden (inklusive 13.000 Dunam Kalksandstein) und 58.000 Dunam schwerer Boden. Die Bedingungen von Boden und Klima sind ähnlich wie bei der Ebene von Saron, doch ist ein etwas größerer Regenfall hier. Das E m e k (Tal Jesreel) umschließt auch die Ebene der Flüsse Kischon und Jalud. Ausgenommen den Jalud, der von Ain Charod nach Beisan fließt, gibt es hier keine andere Wasserzufuhr, die genügend wäre, um große Flächen, nicht nur lokale Stücke, zu bewässern, als längs der Küste. Hier liefern die Kurdaniquellen genügend Wasser, um 50.000 Dunam zu bewässern, was einer bebaubaren Fläche von 100.000 Dunam entspricht. Das Wasser des Jalud genügt für 5000 Dunam. Es besteht ein Projekt zu dessen Nutzung. Man kann ein Wasserreservoir am Wadi-es-Sidr zwischen Gewa und Kfar Jecheskiel errichten. Der einzige wichtige perennierende Strom ist der Kischon. Im Sommer ist seine Wassermenge sehr gering. Gegenwärtig plant man, 2600 Kubikmeter täglich zur Bewässerung von zirka 530 Dunam in Jadjur und den chassidischen Kolonien zu entnehmen. Die Küstenebene von Haifa bis Gaza. Sie ist vielleicht die beste Citruspflanzungszone der Welt. Die Böden können so eingeteilt werden, wie bei der Akkoebene (siehe oben). Wasser ist im Kalksandstein in wechselnden Mengen vorhanden, je nach der- Grobkörnigkeit der Schichten. Diese Region ist verhältnismäßig dicht bevölkert, der einzige perennierende Fluß ist der Audscha bei Petach Tikwah. Die Bewässerungsrechte sind von der Palestine Electric Cooperation (Ruthenberg) erworben worden. Die Wassermenge ist nahezu konstant und soll für 160.000 Dunam ausreichen. Etwas Wasser wird schon jetzt dem Audscha entnommen und es bestehen Pläne zu seiner Ausnützung für die Küstenkolonien Kfar Mlal, Magdiel und Kfar Saba. Entlang der Küste gibt es mehrere Sümpfe von beträchtlichem Umfange, deren Drainage erwogen wird. Von Süden nach Norden sind es die folgenden; 1. Wadi Rubin. Von diesem Sumpf können 1200 Dunam Land gewonnen werden, schätzungsweise um 3500 Pfund. Dieser Boden kann durch Gravitation mit geringen Kosten bewässert werden. 2. Birket Ramadan (Nahr-el-Falig). Hier sind 5000 Dunam um zirka 10.000 Pfund erhältlich, bezüglich Bewässerung gilt dasselbe. 3. Nahr Iskanderum. Hierüber sind keine Informationen erhältlich. Außerdem werden die Kabarahsümpfe, die von dem Krokodilfluß, dem einzigen perennierenden der Küstenebene außer dem Audjafluß, der von Quellen gespeist wird, von der ,,Pica" drainiert. Zirka 7000 Dunam werden gewonnen und mit der benachbarten Kolonie Benjaminah zusammen werden 1800 Dunam durch Gravitation bewässert werden. Die Hügel von Galiläa und Judäa. Hier sind sehr wenige wasserführende Flußbette und können auch nicht künstlich geschaffen werden. Es sind auch keine Quellen erhältlich. Obzwar größere Strecken dieser Hügel Basaltformation darstellen, sind sie zu zerbrechen, um auf die Entdeckung von Aufspeicherungsbecken zu hoffen. Eine Methode, Wasser zu sammeln, ist die offener, gemauerter Zisternen. In neuerer Zeit wurden keine solchen gebaut, sodaß wenig Daten über deren Kosten vorliegen. In den Hügeln ist wenig Wasser zur Irrigation erhältlich, obgleich solche Quellen, wie ijene von Jenin oder Nablus, von großer örtlicher Bedeutung sind. In der Regel ist Wasser nur für häusliche und Viehtränkungszwecke vorhanden. In keinem Falle gibt es mehr, als um kleine Gärten zu bewässern. In manchen