Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 8-10 (August 1928)
- Article
- Der Bericht der Untersuchungskommission (Joint Palestine Survey Commission) für die Jewish Agency
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 394 (sequence 5)
- Language
- German
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394 Zeilen unter dem Pfluge. Bis vor wenigen Jahren wurde das Land am Rande von den arabischen Dörfern bearbeitet, Getreide und kleine Pflanzungen um die Quellen war ihre Methode. In den letzten Jahren kamen beträchtliche Flächen Landes in die Hände der jüdischen Kolonien und Dörfer. 4. Das Tal JezreeL D;as Tal Jezreel ist im größten Teile seiner Längserstreckung schmal und ist eingeengt im Süden durch die Abstürze des Djebel Fuquä und im Norden durch die sanfteren Abhänge der Nebi-Duhi^Kette. Die Neigung längs des Tales ist gleichmäßig und bei Beisan, auf zirka 20 km Distanz, ist das Niveau mehr als 100 m unter Seehöhe. In diesem Teile fällt die Entwässerung über eine hohe Terrasse ins Jordantal. Es gibt keine permanenten Wasserläufe in dem Tale von seinem Anfang bis zu den Quellen, welche den Nahr Jalud bilden, obgleich es einen intermittierenden Flußlauf gibt. Die Quellen Ain Jalud bei Am Charod sind der Ursprung des Jalud und längs seines Laufes erhält er noch von mehreren Quellen längs des südlichen Randstreifens beträchtlichen Wasserzufluß. Vom Anfang des Tales bis zirka Ain Charod fehlt ein ebenes Flußtal und das Land stellt eine Zahl von breiten Streifen dar, welche durch schmale, eingerissene Wadis durchzogen werden. 5. Jordantal. Oestlich der Bergregion liegt das lange, eingesenkte Tal des Jordans und das Tote Meer. Am nördlichen Ende des Tales — die Hulehgegend — liegt die Oberfläche noch etwas über dem Meeresniveau, beim Tiberiassee liegt der Wasserspiegel etwas über 200 m und an der tiefsten Stelle der Senke — Totes Meer — kaum über 400 m unter dem Spiegel des Mittelmeeres. Mit Ausnahme der Ebene, die sich südlich von Beisan zirka 10 km erstreckt, ist die Ostgrenze der Senke gebildet von den steilen Abstürzen der Berge. Die Breite der Senke schwankt zwischen iy2 bis 2 km, dies quer durch das Tal von Jericho. Längs der Senke fließt der Jordan in gewundenem Laufe und mündet in das Tote Meer 12 km südwestlich von Jericho, Topographisch ist das Tal in drei verschiedene Bezirke geteilt, den Hulehdistrikt am nördlichen Ende, das obere Jordantal im Zentrum, das untere südlich davon. 6. Hui eh. Der Hulehdistrikt wurde gebildet durch einen Erguß von Basalt über die Senke etwas unter dem gegenwärtigen See. Durch die fortwährende Ablagerung von Sedimenten des Stromes hinter diesem Damm sind eine ausgedehnte Ebene, ein Sumpf und ein See gebildet worden. Die Ebene ist fruchtbar und wird von den Arabern bebaut. Längs der Westseite des Tales und genau nördlich des Sees liegen die Sümpfe in einer Ausdehnung von nicht weniger als 52.000 Dunam. Hier findet man dichten Wuchs von Wasserpflanzen und angeblich das ausgedehnteste Papyruswachstum der Welt, Die Gegend ist mit Anopehelesmücken verseucht und gilt als das ärgste Malariazentrum des Landes. Der Jordan fließt aus dem südlichen Ende des Sees, wo der Fluß einen engen Kanal in den Basaltdamm gegraben hat. Von diesem Punkt an hat der Fluß ein rasches Gefälle zum Tiberiassee. Zwischen beiden Seen fließt er durch eine enge Schlucht, welche teilweise in den vulkanischen Felsen gegraben ist und darauf durch eine Folge von Kalksteinschichten. Die Gegend zwischen den Seen ist ein erhöhtes, obgleich etwas unebenes Plateau und zum größten Teile unfruchtbar und steinig. Es hat seine größte Erhebung nahe dem Tiberiassee. Die Abhänge fallen dann plötzlich bis zu einer Tiefe von 200 m unter dem Meeresspiegel. 7. T i b e r i a s s e e. Der Tiberiassee liegt in einem geschlossenen Bassin zwischen den Hügeln von Galiläa im Westen und Norden und dem Djolanplateau im Osten. Ein I&and