Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 8-10 (August 1928)
- Article
- Der Bericht der Untersuchungskommission (Joint Palestine Survey Commission) für die Jewish Agency
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 393 (sequence 4)
- Language
- German
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393 nisse längs den tiefgelegenen Laufstrecken aller Flüsse und dadurch entstehen ausgedehnte Sümpfe. So z. B. sind die bei der Mündung des Nahr el Falik, Nahr Rubin und Nahr Iskanderun sehr ausgedehnt und eine sanitäre Gefahr für die Anrainer. Von Benjamina bis Chedera gibt es noch einzelne Eichen und Haine als Ueberbleibsel eines alten Eichenwaldes. Längs der Hügel hat sich die Bäume- und Sträuchervegetation hie und da zu den höheren Stellen der Ebene hinuntergezogen. Abgesehen davon, ist diese baumlos, bis auf die in einigen landwirtschaftlichen Zentren gepflanzten Obstgärten und schattengebenden Bäume. Von Chedera bis Gaza ist die Ebene mit Ausnahme einiger weniger Bäume entlang der größeren Flüsse und einiger Palmen an der Küste ohne jeden natürlichen Baumwuchs. Ausgedehnte Flächen in den hochentwickelten Bezirken östlich und südlich von Jaffa und um einige arabische Dörfer sind für ständig belaubt worden. 3. Die Ebene von Esdralon (Emek). Diese hat eine Fläche von zirka 475.800 Dunam. Von El Mansurah zieht sich ihre südliche Grenze. Südöstlich bis Jenin (zirka 30 km). Bei Jenin zieht sich der Rand der Ebene einige Kilometer ostwärts und dreht sich dann nördlich und westlich um einen westlichen Ausläufer des Djebel Fuqua bei JezreeL Von Jezreel zieht dieser Teil entlang von Hügelketten nach Afule und wendet sich dann nordostwärts zu den Abhängen der Nebi-Duhi-Kette. Die nördliche Grenze der Ebene folgt der unregelmäßigen Linie des südlichen Fußes der galiläischen Hügel und zieht dann südlich zu den Engen von El Mansurah. Südlich der Ebene ist sie von ausgedehnten Strecken kiesigen und steinigen Alluviallandes eingefaßt, wo Wadis, die von den judäischen Bergen herabkommen, ihre Ablagerungen aufgeschichtet haben. Während augenscheinlich der Abfluß von diesem Teile der Hügel nicht so heftig ist, wie in anderen Teilen, zeigen doch die zahlreichen Rinnen, die zum Kischon führen, daß gehörig gespeiste Ergießungen der Flüsse nichts ungewöhnliches sind. Die Hauptentwässerung des Tales ist das Flußbett des Kischon. Dieser Fluß ist gebildet durch die Vereinigung der Wadis El Mujakieh und Es Silt nahe dem arabischen Dorfe Ludd, zirka 5 km westlich von Afuleh. Eine kurze Strecke lang fließt der Strom zwischen den hohen Bergrücken und verfolgt dann einen gewundenen Lauf westwärts zum Ende der Ebene. Durch die ganze Länge liegt der Boden des Bettes 3—9 m unter dem Niveau der Ebene, die Ufer sind nahezu vertikal und keine Flußtalebene ist entwickelt. Durch einen großen Teil des Jahres ist das Flußbett trocken, mit Ausnahme einiger Stellen stehenden Wassers. Während der Regenzeit ist das Flußbett oft ungenügend, um die Wassermengen aufzunehmen, und im westlichen Teile der Ebene werden dann größere Flächen überschwemmt. Wenn die Flut fällt, fließt das Wasser zum großen Teile in das Bett zurück, aber dort, wo Bodenvertiefungen waren, bleiben Sümpfe für lange Zeit zurück. Längs der südlichen Grenze des Tales von El Mansurah bis El Lejun unterhalten zahlreiche Quellen durch das ganze Jahr kleine Bäche. Keiner von ihnen hat genügende Größe, um das Wasser bis zum Kischon zu führen, und die Flüßchen bilden eine Reihe kleiner Sümpfe, welche das ganze Jahr hindurch bestehen bleiben. Von El Lejun bis zum östlichen Ende der Ebene ist der Zustand der Entwässerung befriedigend. (Bekanntlich hat der Keren Kajemeth die Drainage mit großen Kosten durchgeführt. — Die Red.) Ein teilweise beständiger Sumpf ist westlich von Afuleh vorhanden, der von der Sommersonne ausgetrocknet wird. Eine Reihe von Sümpfen gibt es oder gab eis im nördlichen Teile der Ebene. Der früher sehr ausgedehnte Sumpf bei Nahalal ist durch Drainage vollkommen verschwunden, aber westlich und südwestlich des Ortes gibt es noch einige kleine. Das Drainagewasser von Nahalal wird beim Ausfluß aus den Röhren nicht immer richtig behandelt und dies, zusammen mit den kleinen Sümpfen, schafft Brutstätten für die die Krankheiten übertragenden Mücken. ....... Fast jeder Dunam pflügbaren Landes der Ebene von Esdralon ist seit alten