Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 8-10 (August 1928)
- Article
- Der Bericht der Untersuchungskommission (Joint Palestine Survey Commission) für die Jewish Agency
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 392 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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392 erreichen. Von Benjamina südwärts steigt die Breite an. Bis Jaffa ist die Entfernung vom Meer bis zum Fuß der judäischen Berge 16 km, bei Askalon 30 km, bei Gaza 50 km. Die Flüsse des galiläischen Berglandes ergießen sich direkt ins Meer, führen aber fast nur in der Regenzeit Wasser. Eine Ausnahme ist die große Quelle nahe Kabara (El Kabry). Ausgedehnte Olivenpflanzungen säumen die Ebene im Osten ein und die übrige Fläche wird für Anbau unbewässerten Getreides benützt. In dem breiten Teile der Ebene zwischen Akko und Haifa sind Dünenbänke an der Küste vorgelagert und östlich davon durchqueren die schmalen Täler des Kischon und des Naaman die Fläche. Der Boden ist hier so eben, daß eine Wasserscheide zwischen den beiden Strömen kaum sichtbar ist. Weiter nach Osten steigt der Boden bis zu den Abhängen der höheren Erhebungen an. Der Naaman hat seinen Ursprung in einer Reihe von Quellen östlich des Hügels Kurdaneh und der Fluß ergießt sich ins Mittelmeer ungefähr eine Meile von Akko. Viel Land längs des Flußkanals, namentlich gegen Osten und Norden, ist flach und niedrig gelegen und beträchtliche Flächen sind das ganze Jahr sumpfig. Weite Flächen können in der Regenzeit nicht passiert werden. Der Kischon tritt in die Küstenebene zirka 15 km südlich von Haifa ein und hat einen gewundenen Lauf bis zur Mündung zirka 1 km östlich von Haifa. Der niedrig gelegene Teil der Strecke des Flusses ist unter Meeresniveau gelegen und während der trockenen Zeit läuft Flutwasser in den Flußkanal 7 km weit hinein. Das Niveau des Untergrundwassers ist nie höher als 2 m unter der Oberfläche und meist kaum 1 m tief. Der Boden ist stark alkalisch. Zwischen Kischon und dem Fuß der Karmelkette ist das Land eben, niedrig und zum großen Teile wenig entwässert. Die Regierungsarbeiten zwecks vollständiger Drainage dieses Distriktes und damit der Entfernung der Mückenbrutstätten schreiten fort. Der Karmelzug endet nahe der Küste, und läßt nur einen kleinen Streifen Ebene dazwischen. Südwärts ziehen die Ausläufer parallel zur Küste in 2 bis 3 km Entfernung bis nach Benjamina zirka 30 km lang. Dieser Teil der Küstenebene wird oft als Ebene von Samaria bezeichnet. Diese Ebene hat keine ununterbrochene Berührung mit dem Meer, sondern ist von. ihm getrennt durch einen niedrigen, schmalen, rauhen Kalksteinrücken, welcher das Meer kilometerweise begrenzt. Oestlich dieses Rückens hat die Ebene eine teils gleichmäßige, teils wellenförmige Oberfläche, nur ist sie in häufigen Zwischenräumen von Wadis durchzogen, welche durch Breschen in der Kalkmauer ins Meer münden. Die Bedingungen für die Entwässerung sind überall vorzüglich, bis auf den südlichen Teil. Hier verursacht ein ungenügender Abzug des Nahr es Zerka die ausgedehnten Kabarasümpfe. Ein Teil derselben ist kürzlich drainiert und sukzessive für Anbau vorbereitet worden. (Durch die ,,Pica*\ — Anm. d, Red.) Zwischen dem Kalkrücken und dem Meer ist zuerst eine lange, schmale Zone von alluvialem Boden und dann eine unregelmäßige von Dünen längs der Küste. Die erstere.ist für Ackerbau ungeeignet wegen der Unmöglichkeit, manche Stellen zu entwässern, und der Alkalität des Bodens bei anderen. Von Benjamina südwärts erstreckt sich die Ebene ununterbrochen bis Gaza. Vielleicht der auffallendste Zug der Topographie dieser Ebene ist eine Kette von Erhebungen durch ihre ganze Länge, die von 1 bis 12 km von der Küste entfernt zieht. Von Benjamina südwärts bis ungefähr Jabneh ist die Form ähnlich einer Düne mit etwas sanfterem Umriß. Von Jabneh südwärts findet sich die typische Dünenform nur auf den Flächen, welche aus gelbem Dünensand bestehen,; und das Gebiet unmittelbar östlich ist eine Folge von wellenförmigen Rücken wechselnder Mächtigkeit. Gerade südlich Gaza weichen diese Erhebungen einer erodierten Fläche, welche bis zum Wadi es Scheriah hinunterzieht. Zwischen der Zone der Erhebungen und dem Fuß der judäischen Berge steigt die Ebene nach Osten stufenweise an. Die größeren Flüsse, Wadi Chedera, Nahr el Audja, die Wadis Nasrah und El Ghueit, haben weite Flächen von völlig flachem, gleichmäßigem Land beiderseitig ihres Laufes herausgebildet. Keiner dieser Abflüsse nach dem Meer ist völlig abgeschnürt, doch bestehen Hinder-