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Palästina · 1928-08-01 · Heft 8-10 (August 1928) · p. Seite 391

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 8-10 (August 1928)
Article
Der Bericht der Untersuchungskommission (Joint Palestine Survey Commission) für die Jewish Agency
Date
1928-08-01
Page
Seite 391 (sequence 2)
Language
German
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391 gegeben werden müssen. So z. B. nennt man oft die ganze Ebene, die vom Mittelmeer ostwärts zum Ghor (Jordangraben) zieht, „Esdralon", für jenen Teil der Ebene östlich der Wasserscheide Mittelmeer-Jordan ist die Bezeichnung Jesreelebene, die aus dem Altertum stammt, noch in Gebrauch. Die Teilungen Haifa-Akkoebene, Esdralon- und Jesreelebene werden hier gebraucht werden, wenn von Unterschieden der Topographie des Bodens und der Drainage die Rede ist. 1. Samaria und Judäa. Das Hügel- und Bergsystem Palästinas ist geteilt in die Hügel von Judäa und Galiläa und das erstere ist weiter unterteilt in die Hügel von Samaria und der Karmelkette. (Warum die Experten Samaria hier als Abteilung von Judäa bezeichnen, ist nicht klar. — Die Red.) Die judäischen Hügelketten mit ihrem westlichen Ausläufer, dem Karmel, und anschließenden Hügeln, bilden den Hauptteil des Gebirgslandes. Die galiläischen Hügel sind zwar weniger ausgedehnt, erfordern aber eine nicht geringere topographische Beachtung. Die judäischen Hügel beginnen mit einigen niedrigen, kahlen Hügeln gegenüber Beer Scheba und setzen sich nordwärts 90 km lang bis zur Ebene Esdralon fort. Die großen Erhebungen (1000 m) finden sich in der Nähe von Hebron und (897 m) in der Nähe von Jerusalem (nordwestlich). Die Achse der Kette liegt ungefähr gegen Osten der Mittellinie und das hat Bedeutung für die Differenzen in der Topographie der beiden Seiten der Kette. Von einer Durchschnittshöhe von 760 m fällt der östliche Abhang der Kette maximal bis zu nahezu 400 m unter dem Meeresspiegel (beim Toten Meer — eine Differenz von 1160 m), der horizontale Abstand (gemessen von Jerusalem) ist zirka 20 km. Auf der westlichen Seite ist der Fall zirka 700 m bei einer Breitendistanz von 30 km. Verschiedenheiten der Vegetation, des Regenfalles und der geologischen Formation haben mitgewirkt, die heutige Oberfläche zu gestalten, und das Resultat all dieser Faktoren ist, daß die Abhänge nach Westen allmählich und breit sind, nach Osten scharf, steil und manchmal abstürzig. Die letzteren sind baumlos, der Boden behält das Wasser nur wenig und die Stürme sind heftig. Die Flüsse stürzen aus ihren Schluchten am Fuße der Ketten mit solcher Heftigkeit heraus, daß sie Schlamm, Steine und Kies auf die verödete Ebene des Jordantales führen. Manche der größeren Ströme haben ganze Kanäle gegraben und führen ihre Materialladung in den Jordan oder in das Tote Meer. Die kleineren Flüsse haben selten eine genügende Wassermenge oder Geschwindigkeit, um ein tiefes Bett zu graben und deshalb überschwemmen sie die Ufer und werfen beträchtliche Mengen Gestein auf die Ebenen. Das Ueberflutungswasser wird hie und da durch bestehende Drainagekanäle abgeleitet und fließt ins Tote Meer. So ist es in der Regel in der Regenzeit und unregulierte Wassermengen dieser Art verhindern die Entwicklung ständiger Ansiediungen. Die Regulierung dieser Ueberschwemmungen ist immer kostspielig, oft schwierig und diese Kosten würden die Kolonien belasten. Auf dem westlichen Ufer ist der Abfluß weniger reißend, man findet seltener mitgeführtes Gestein und in praxi wird beinahe alles Ueberlaufwasser durch weite Flußbette ins Meer geleitet. 2. Küstenebene. Von der gegenwärtigen Grenze gegen Syrien, Ras en Nakura, an südlich ziehen die galiläischen Hügel gegenüber Akko ungefähr parallel mit dem mittelländischen Meer in einer Entfernung von 4 bis 5 km hin. Vom Akko bis zum Kischon ziehen die Hügel ostwärts und lassen der Ebene bis zur See einen weiten Raum. Die südliche Grenze der Hügel wird von der unregelmäßigen Nordlinie der Ebene Esdralon gebildet und die östliche Ausdehnung der Hügelkette liegt an der Achse des Jordantales. Die Küstenebene von Palästina dehnt sich von Ras en Nakura südwärts aus, zwischen Mittelmeer und galiläischen Bergen. Von Ras en Nakura südwärts bis zu? Kolonie Benjamina ist die Ebene schmal (selten 2 km breit) und bei Haifa, nahe Benjamina, ist sie fast unterbrochen, da die Hügel hier beinahe die Küste

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