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Palästina · 1928-08-01 · Heft 8-10 (August 1928) · p. Seite 375

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 8-10 (August 1928)
Article
Die Einwanderungsmöglichkeiten im laufenden Halbjahr
Date
1928-08-01
Page
Seite 375 (sequence 5)
Language
German
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375 „Samuelfonds" errichtet werden sollen. Auch in Tel-Aviv ist eine Steigerung der Baubewegung zu verzeichnen. Im Monat Mai wurden für 2238 Meter Baubewilligungen erteilt, gegenüber 614 Meter im Monat April und 722 Meter im März. III. Arbeiten der Zionistischen Exekutive und des Keren Kajemeth, Hier ist die Arbeitslage verschieden von der auf anderen Arbeitsgebieten. Ein großer Teil von den 500 Arbeitern, die bei diesen Arbeiten beschäftigt sind, wird nach 2 bis 3 Monaten freigesetzt werden und wir werden dafür sorgen müssen, ihnen Arbeit zu verschaffen. Die Aussichten für ihre weitere Verwendung bei den Bauarbeiten in den Wirtschaften auf Rechnung des Budgets für das Jahr 1929 lassen sich nicht genau feststellen, da uns die für die Bauarbeiten in Aussicht genommene Summe nicht bekannt ist. Was uns bekannt ist, ist, daß der Nationalfonds auch im nächsten Jahre seine Drainage- und Wasserleitungsarbeiten fortsetzen wird, jedoch ist es auch hier schwer, den Umfang der Arbeiten festzustellen, bevor die finanziellen Möglichkeiten des Nationalfonds für das Jahr 1929 klargestellt sind. Aus diesen Angaben ergibt sich, daß die Notwendigkeit sich erweisen kann, 300 Arbeiter, die aus diesen Arbeiten entlassen werden, in andere Arbeitsstellen zu überführen. IV. Nationale und öffentliche Institutionen. Die Arbeit von 900 Arbeitern, die bei Bauarbeiten verschiedener öffentlicher und nationaler Institutionen beschäftigt sind, ist für eine längere Zeit gesichert. Ein großer Teil dieser Arbeiter arbeitet und wird bei Arbeiten beschäftigt bleiben, die ungefähr ein Jahr dauern werden: die verschiedenen Gebäude der hebräischen Universität, das Gesundheitsheim in Tel-Aviv, ständige Arbeiten bei der Stadtverwaltung von Tel-Aviv usw. Nur die Arbeiter, die bei den Straßenbauten der ,,Pica" in Zichron Jakob, Jawniel und Kinereth beschäftigt sind, werden nach einigen Monaten entlassen weiden. Demgegenüber beabsichtigt die ,,Pica", in Schomron weitere Straßen zu bauen und andere öffentliche Arbeiten zu übernehmen, Gebäude in Galiläa und Rabijah zu errichten, die Chaussee Betaniah—Kinereth fortzusetzen usw. Die Arbeiten der Elektrizitätsgesellschaft am Jordan und am Jarkonflusse verdienen besondere Erwähnung. Laut den Informationen, die wir erhielten, beabsichtigt die Gesellschaft, in absehbarer Zeit mit der Ausführung der Arbeiten am Jarkonflusse und mit der Legung des Kabels zwischen Gescher-Haifa und Tel-Aviv zu beginnen. Diese Arbeiten werden mehrere hundert neue Arbeiter beschäftigen. , . 5. Wir haben in unserer Rechnung die Arbeitsaussichten in der jüdischen Industrie nicht einbezogen, jedoch halten wir es für notwendig, die Situation in der Industrie besonders zu erwähnen. Das letzte Jahr war ein Jahr merklichen Fortschrittes und Wachstums für die jüdische Industrie im Lande. Die Industrie begann in ihren verschiedenen Brauchen den palästinensischen Markt zu erobern, unc} in die Nachbarländer, besonders Syrien, einzudringen. Infolge dieser Entwicklung diente die Industrie zur Zeit der Krise als wichtiger Aufnahmsplatz für die "Arbeiter. Laut dem von den Institutionen der Arbeiterorganisation gesammelten Material wurden im Laufe des Jahres 1927/1928 1700 Arbeiter von Industrie und Handwerk neu aufgenommen. ' Auch die Zahlen, die von der Industriellenvereinigung gesammelt wurden, bezeugen, daß von Ende 1926 bis Anfang 1928 die Zahl der iri der Industrie Beschäftigten von 3500 auf 5000 Mann stieg, d. h. daß 1500 neue Arbeiter absorbiert wurden. Allerdings ist in allerletzter Zeit ein gewisser Stillstand in der industriellen Entwicklung und in einzelnen Fällen sogardie Gefahr eines Rückschrittes "zu verzeichnen. Einer der Hauptgründe dafür ist die Stellungnahme der Regierung

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