Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 8-10 (August 1928)
- Article
- Die Einwanderungsmöglichkeiten im laufenden Halbjahr
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 374 (sequence 4)
- Language
- German
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374 Bau des Rockefeller-Müseums (die Hälfte der Arbeit wird im Jahre 1929 ausgeführt werden; Beginn: März 1929) 80.000 Pfund; h) der Hafenbau in Haifa, der sich auf eine Million Pfund stellen wird. Die Arbeit wird laut Erklärung des Oberkommissärs Ende 1928 in Angriff genommen werden. Es wird angenommen, daß die für die Arbeit im Jahre 1929 verausgabte Summe sich auf 500.000 Pfund stellen wird; i) der Budgetvoranschlag der Regierung für öffentliche Arbeiten und Bauten der Regierung im Jahre 1929 (das gewöhnliche und außerordentliche Budget); dieses Budget betrug im Jahre 1927 366.000 Pfund und im Jahre 1928 363.000 Pfung und für 1929 angenommen 300.000 Pfund. Zusammen 1,033.000 Pfund. Diese Zahlen stammen aus zuverlässigen und offiziellen Quellen: vom Leiter des Departments der Regierung für öffentliche Arbeiten und aus offiziellen Bekanntmachungen des Oberkommissärs. Außerdem sind Verhandlungen mit der Regierung betreffend die Verlegung des Eisenbahnknotenpunktes von Ludd nach Tel-Aviv im Gange — eine Arbeit, die sich vermutlich auf 200.000 Pfund stellen wird. (Sie ist derzeit zurückgestellt worden. — Anm, d. Red.) Wir sehen also, daß die Regierung in naher Zukunft Arbeiten in dreifachem und vierfachem Umfange des vergangenen Jahres unternehmen wird. Unter diesen Umständen ist die Regierung verpflichtet, nicht nur den heute beschäftigten 1000 Arbeitern ständige Beschäftigung zu sichern, sondern ihre Zahl mindestens zu verdoppeln und 2000 Arbeiter anzustellen. Es muß festgestellt werden, daß die Regierungsausgaben für öffentliche Arbeiten, in denen jüdische Arbeiter beschäftigt sind, im Jahre 1928 die Summe von 75.000 Pfund erreichten, d. h. nicht mehr als 20% des Gesamtbudgets des Regierungsdepartments für öffentliche Arbeiten in diesem Jahre, während der Anteil deijüdischen Bevölkerung an den Regierungseinnahmen 30% beträgt und die Regierung seit einigen Jahren die Rechte der jüdischen Arbeiter auf Beschäftigung in ihren Arbeiten systematisch beeinträchtigt hat. Unserer Ansicht nach muß von der Regierung eindringlichst gefordert werden, ihre Pflicht der jüdischen Bevölkerung gegenüber zu erfüllen und den jüdischen Arbeitern bei ihren großen Arbeiten den ihnen gebührenden Platz umzuräumen. Durch Verwirklichung dieser elementaren Forderung wird sich die Notwendigkeit der Anstellung weiterer 1 0 00 Arbeiter bei den Regierungsarbeitenerweisen. Es muß dafür gesorgt werden, daß eine gewisse Anzahl von Facharbeitern, die für die Arbeiten des Hafenbaues erforderlich sein werden, sofort ins Land kommen. Sonst werden zweifellos statt ihrer Arbeiter aus anderen Ländern oder arabische Arbeiter aus dem Lande beschäftigt werden. Laut unseren Informationen werden bei den Hafenarbeiten 40 Maschinisten für die Arbeit der Hebekrane (für Steinmaterial), 20 Lokomotivführer, 20 Maschinisten bei den Erdaushebungsarbeiten sowie 100 ausgebildete Steinbrecher, insgesamt 180 Mann, benötige werden. II. Der private Markt: Was die Bauarbeiter und die bei Chausseebauten aus dem Privatmarkte Beschäftigten anbetrifft, ist, den in unserem Besitze befindlichen Nachrichten gemäß, im Laufe des nächsten Jahres keine Arbeitslosigkeit zu befürchten. Die Zahl von 1800 Arbeitern, die auf dem Privatmarkte beschäftigt sind, ist minimal und es besteht eher die Tendenz zur Vergrößerung dieser Zahl, als zu ihrer Verminderung. Es ist die Hoffnung vorhanden, daß in Haifa bald eine stärkere Baubewegung im Zusammenhange mit dem Hafenbau einsetzen wird. In Jerusalem waren während der ganzen Zeit der Krisis ohne Unterbrechung Arbeiter auf dem Privatmarkte beschäftigt und es stehen wichtige weitere Bauarbeiten bevor, wie' der Bau von 25 Häusern in der Vorstadt Beit Wegan, die mit den 'Mitteln ■des-Bnei Brith Ordens errichtet werden', und von 50 Häusern in dem Viertel ,,Ozar Hachesed", die mit den vom alten Jischuw aufgebrachten Mitteln des