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Palästina · 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 286

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1928)
Article
Bananenkultur in Palästina
Date
1928-05-01
Page
Seite 286 (sequence 3)
Language
German
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286 piund, ein ganz guter Ertrag, auch wenn er weit hinter den Erträgen auf den Kanarischen Inseln zurückbleibt, kann man in den meisten Pflanzungen erzielen, die sich auf einem geeigneten Platz befinden, entsprechend geschützt, in vollem Maß gedüngt und ausreichend bewässert sind. Diese Zahl ist so hoch, daß sie eine sichere Basiiis gibt, um die Aussichten abschätzen zu können. An einem Ort, wo man mir 12.000 Pfund nannte, fiel die Pflege weit unter das wünschenswerte Maß und es war klar, daß der Ertrag weit niedriger sein mußte, als es bei entsprechender Arbeit hätte sein müssen. Die Früchte wenden vom Pflanzer an den Händler um fast 5 cts. per Pfund verkauft (20 Müs per Kilogramm). Das entspricht mehr oder weniger dem Preis, um den die amerikanische oder kanarische Frucht in England am Schiff verkauft wird, und es ist der gleiche Preis, den man in Aegypten für inländische Bananen erhält. Dieser Preis ist niedriger, als die kanarische Banane in Aegypten zu stehen kommen würde, wenn sie in kleinen Mengen eingeführt werden würde. Derzeit wird fast alles im Land selbst verkauft und trotzdem die Trauben klein, die Früchte minderwertig, ohne richtige Farbe und nicht gehörig ausgereift sind, werden sie leicht abgestzt. Der Detailhändler erhält zeitweise einen drei- bis viermal höheren Preis, als er selbst bezahlt, und es ist klar, daß in einem armen Land keine Möglichkeit besteht, bei solchen Preisen den Markt zu erwerben. Die Pflanzung, welche nach Aussage ihres Besitzers einen Ertrag von 30.000 Gewichtspfund per acre ergab und deren Frucht, wie gesagt, zu einem Durchschnittspreis von 5 cts. per Pfund verkauft worden war, brachte eine Bruttoeinnahme von 1500 Dollar auf den acre (etwa 75 Pfund per Dunam), die Pflanzung mit einem Ertrag von 12.000 Pfund einen Bruttoertrag von 600 Dollar per acre (50 Pfund per Dunam). Man kann annehmen, daß für die nächsten Jahre ein Preis von 2% cents (10 Müs) für die Frucht im Durchschnitt eine richtigere Basis für diie Kalkulation dier Bruttoeinnahmen sein wird. Andererseits müssen die Pflanzer größere Aufwendungen machen, um einen Teil der Ernte für den Export geeignet zu machen und maximale Erträge erzielen, Mehrauslagen für Windschutzanlagen, stärkere Bewässerung usw. Bei einer solchen Bearbeitung, glaube ich, kann man sicher nur einen Ertrag von 20.000 Gewichtspfund im Durchschnittswert von 2/4 cents rechnen, das heißt eine Bruttoeinnahme von 500 Dollar per acre (etwa 31 Pfund per Dunam), während vier von fünf Jahren. Durchschnittlich im fünften Jahr nach einem strengen Winter, wird die Einnahme kleiner sein und man muß eines von zwanzig Jahren durchschnittlich als vollkommenes Mißjahr in Rechnung stellen. Nehmen wir an, daß diese Umstände den Bruttoertrag auf durchschnittlich 400 Dollar per acre (etwa 20 Pfund per Dunam) verkleinern können. Natürlich werden manche Besitzer von Pflanzungen mehr Erfolg haben als ihre Genossen und werden 30.000 Pfund ernten, wie es ja schon der Fall ist, oder sogar noch mehr. Ebenso ist es möglich, daß man einen etwas höheren Preis als 2/4 cts. wird erzielen können durch einen geregelten Versand und Verkauf mit Hilfe einer Kooperative." Es ist charakteristisch, daß der amerikanische Verfasser die Kosten der Bearbeitung durch Handarbeit gar nicht so bedeutend einschätzt, während bekanntlich von vielen der hohe Lohn, den der jüdische Arbeiter beanspruchen muß, als eine unüberwindliche Schranke für eine intensive Kultur mit jüdischer Arbeit angesehen wird: ,,.... In einem Land, in dem man arabische Arbeit um 50 cts. im Tag und jüdische Arbeit um 1 Dollar im Tag erhalten kann, ist es auch für den Pflanzer, der Lohnarbeiter beschäftigt, möglich, gute Gewinne bei einem Bruttoertrage von 400 Dollar per acre zu erzielen. Eine Verbesserung wird es sein, wenn die Pflanzungen kleine Wirt* schalten für eine Familie sein werden, so daß die Eigentümer ihren Arbeitslohn verdienen und den Ueberschuß über diesen und die verschiedenen Anschaffungen die Verzinsung des Betriebskapitales darstellen wird. Ich glaube, daß eine kleine Familie, sagen wir ein Mann und zwei junge Söhne, alle Arbeiten in einer Pflanzung von zehn acres (40 Dunam) verrichten können und eine Summe von 750 Dollar dürfte die richtige Einschätzung für Arbeitslöhne sein, 1000 Dollar braucht man gewöhnlich für Anschaffung von Dünger und für Bewässerung, 400 Dollar für Steuer und sonstiges; bleiben 1850 Dollar auf Rechnung des Kapitals. Wenn man dieses in Rechnung stellt, bleibt freilich kein besonders hoher Gewinn. Doch kann man sagen, daß derzeit die Besitzer von besser fundierten Bananenpflanzungen selbst mit nicht so großen Erträgen zufrieden isiind/' — „Wenn man annimmt, daß 1 acre Orangenpflanzuntf 2000 Dollar Investition erfordert (100 Pfund pro Dunam), so glaube ich, dürften 10 acres Bananen im Küstengebiet, bis sie volltra£end sind, an 1500 Dollar kosten. Aber es ist zweifelhaft, ob man die guten Böden im Küstenstrich für Bananen verwenden wird. Gerade die schwerer Böden, welche man bisher als nicht für Citrusfrüchte geeignet hält, kommen für Bananen

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