Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1928)
- Article
- Die natürliche Bevölkerungsbewegung Palästinas
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 268 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379867-2379871-2386455--07041-2386792- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
268 wohl klar, daß die Sterblichkeit eine gewisse naturgegebene Grenze nach unten hat; ob die Juden Palästinas bei der Stufe von 12°/o0 diese Grenze erreicht haben, stahl -durchaus nicht so fest, wie Prof. Hersch es annimmt. ...... - Wir wollen diese Frage hier auch nicht weiter erörtern, denn auf das Gebiet <ier Prophezeiungen, das Prof. Hersch so gerne beschreitet, wollen wir uns nicht begeben, obwohl wir uns ohneweiters denken könnten^ daß ein, weiteres Fallen schon jetzt mit Rücksicht auf das Alter der nach Palästina einwandernden Personen eintreten könnte, zumindest für eine Generation lang. Wie aber Prof. Hersch aus der angeblichen Tatsache der erreichten niedrigsten Grenze der Sterblichkeit den Schluß ziehen kann, daß damit auch beinahe die Grenze des natürlichen Zuwachses erreicht sei, ist uns unerfindlich. Er selbst weist darauf hin, was wir oben hervorgehoben haben, daß nämlich die nach Palästina Einwandernden »hauptsächlich aus Elementen bestehen, unter denen der Prozentsatz erwachsener junger Menschen höher ist, als gewöhnlich«, mit anderen Worten, daß sich die jüdische Bevölkerung Palästinas aus solchen Elementen zusammensetzt, die eine viel größere Zahl zeugungsfähiger Personen stellt, als die nichtjüdische Bevölkerung. Daraus ist aber nur der Schluß zu ziehen, daß es nicht ausgeschlossen ist, daß die Zahl der Geburten noch weiter anwächst. Dazu komm! noch, daß wir es bei der nichtjüdischen Bevölkerung mit einer ziemlich großen Zahl nomadisierender Araber zu tun haben, und daß die seßhaften Mohammedaner zum überwiegenden Teil der Landbevölkerung angehören. Nun ist bekanntlich die Gebürtigkeit bei nomadisierenden und Dorfbewohnern eine viel höhere, als bei der seßhaften, bezw. städtischen Bevölkerung. Mit dem allmählichen Uebergang der Nomaden zur Seßhaftigkeit und mit dem Fortschreiten der durch die Juden in das Land gebrachten Kultur wird selbstverständlich — dem Professor der Statistik muß dies doch wohl bekannt sein — die Zahl der Geburten kleiner werden. Andererseits ist es ebenso unzweifelhaft, daß mit dem Uebergang der jüdischen Bevölkerung von der städtischen zur ländlichen Wirtschaft, mit dem Wechsel der eine Einschränkung der Druckfehler^Berichtigung. In dem Aufsalz ,,Das Problem der Teuerung in Palästina" sind eine Reihe bedauerlicher Druckfehler vorgekommen; die nachstehend richtiggestellt werden: Seite Ort oder Zeile statt hat zu stehen 103 Tabelle der Kleinhandelspreise bei Hammelfleisch 1-28 kg 024 kg 107 Großhandelspreise, Preisziffern für Gerste 1926 84 81 Preisziffern für Butter 1926 2045 2095 In der Tabelle Kleinhandelspreise ist das Sternchen in der Überschrift zu streichen. Milchpreis 1922 0*1 0*7 109 Neunte Zeile von oben, das Wörtchen „an" zu streichen Index der Kosten der Lebenshaltung in den Julimonaten bei Palästina, 1924 15 75 110 In der Überschrift „Lebensmittelpreise im Mai 1926", statt „in Palästina", „in Piastern" 112 Dritter Absatz von oben, dritte Zeile, statt „dadurch andere", „dadurch und andere" 113 Zeile 21, statt „Investitionen", „Stellen" 114 Zu streichen von „Zusammenfassend läßt sich also sagen" bis Ende des ersten Absatzes, Seite 115 „Produktionszwecke" 115 Zeile 12 von unten, statt „Errichtung", „Erreichung".