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Palästina · 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 236

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1928)
Article
Die Arbeitslage im Lande
Date
1928-05-01
Page
Seite 236 (sequence 9)
Language
German
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m es könne auf größere Hilfe seitens dgr Regierung infolge ihrer finanziellen Lage, die es ihr nicht erlaube, gr@ße fernen auszugeben, nicht gerechnet werden; Antworten dieser Art wurden oft aueh von anderen Beamten der Regierung Yernqmmen, Jedoch es genügt, in den offiziellen Berichten der Regierung zu blättern, u|n ein gänzlich anderes Bild 4er finanziellen. Lage gier Regierung zu erhalten. In dem offiziellen Bericht der Regierimg, über ihre Einnahmen und Ausgaben im Jahre 19^8, den sie vor kurzetn herausgab (Palestine e^tii^ates of revenue and expenditure) finden wir klare Zahlen über die Finanzlage der Regierung, die folgendes sagen: Der Ueberschuß der Einnahmen der Regierung gegenüber den Ausgaben betrug am 31, März 1927 die Stimme von 1,512,223 Pfund, der Ueberschuß am 31, Dezember 1927 wird laut Voranschlag die Summe von 1,619,908 Pfund erreichen, das heißt, daß sich heute in den Händen der Regierung ein Ueberschuß von mehr als anderthalb Millionen Pfund befindet. Freilich behauptete die Regierung vor einem halben Jahre, sie könne diese Summe nicht als einen zu ihrer Verfügung stehenden Ueberschuß betrachten, da sie gezwungen sei, eine Million Pfund als zweite Zahlung an den britischen Staatsschatz für Vermögenswerte, die sie vom britischen Imperium erhielt (Eisenbahnen usw.) aufzubewahren; allein vor kurzem gab die Regierung bekannt, daß sie diese Million aus den Geldern der palästinensischen Anleihe zurückzahlen wird* und somit verbleibt dieser ganze Ueberschuß zu ihrer Verfügung, wie sie selbst in ihrem offiziellen Bericht kundgibt. Es erhebt sich von selbst die Frage, wie und wann dieser riesige Ueberschuß entstanden ist? Und die Antwort lautet: Die jüdische Einwanderung hat jahraus jahrein die Einnahmen der Regierung um h u n - derttausende Pfunde vermehrt; die beständige Nichtberücksichtigung der Bedürfnisse der jüdischen Bevölkerung erlaubte es der Regierung, in ihren Ausgaben zu sparen und in ihrer Kasse eine Summe von mehr als anderthalb Millionen Pfund anzusammeln. In ihrem Berichte an den Völkerbund hat die Regierung selbst zugegeben, daß der große Ueberschuß der Einnahmen über die Ausgaben hauptsächlich dem jüdischen Kapital, das ins Land gebracht wurde, zuzuschreiben ist. Die Budgetzahlen der Regierung bezeugen dies noch offenbarer. Der Kassen^ überschuß am 31, März 1922 betrug nur 311,565 Pfund; am 31, März 1925 wuchs er auf 534.056 Pfund; am 31, März 1926 erreichte er die Stimme von 1,232,815 Pfund; am 31, März 1927 die Summe von 1,552.417 Pfund und am 31. Dezember 1927 betrug er 1,619.908 pal. Pfund (und nicht Eg. P, wie früher). (Siehe die Rubrik Oeffentliche Verwaltung in Nr, 3/4 1928, Seite 177, — Die Red,). Wir sehen somit klar, daß der Ueberschuß der Regierungseinnahmen hauptsächlich in den Tagen der Blüte der vierten Alijah und des Hereinströmens jüdischen Kapitals ins Land, in den Jahren 1925 bis 1926 entstanden ist, und in demselben Maße, in dem die Einwanderung bis zu ihrer völligen Einstellung zusammenschrumpfte, verkleinerte sich auch der Prozeß des Wachstums der Regierungseinnahmen (der Einnahmenüberschuß im Jahre 1927 entstand hauptsächlich durch die Kursdifferenz beim Umwechseln der ägyptischen in palästinensische Pfunde). Und es darf auch nicht vergessen werden: außer dem Ueberschuß von anderthalb Millionen Pfund, den die Regierung in den letzten Jahren

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