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Palästina · 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 233

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1928)
Article
Die Arbeitslage im Lande
Date
1928-05-01
Page
Seite 233 (sequence 6)
Language
German
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233 Gange. Es läßt sich auch annehmen, daß der heilsame Prozeß der Entwicklung der Industrie und des Handwerkes weitere Fortschritte machen wird und wir im Jahre 1928 einer weiteren Absorbierung von 1000 Arbeitern in Industrie und Handwerk entgegensehen können; weitere 200 Arbeiter werden bei den Jordan-Arbeiten und einige hundert bei den Jarkon-Arbeiten Ruthenbergs beschäftigt werden. Wenn die Regierung die Forderungen der Industrie in der Zollfrage erfüllen wird, werden noch einige hunderte Arbeiter in folgenden Industrien beschäftigt werden: der Kartonage-, der Textilindustrie, der Gerberei, der Konfekt- und Schokoladenindustrie, Es ist auch die Hoffnung einer gewissen Erweiterung in der Zement- und Bauindustrie vorhanden. Wir sehen vor uns somit eine Reihe von sehr großen Arbeiten, die, wenn es uns nur gelingt, sie zu beschleunigen und in ihnen die jüdische Arbeit zu sichern, imstande sind, nicht nur die Arbeitsfrage für längere Zeit zu lösen, sondern auch die Grundlage für neue Einwanderung zu eröffnen. Unsere Hauptaufgabe in der Arbeitsfrage in den Städten liegt jetzt also in der Fortsetzung des Druckes auf die Regierung, um ihre Teilnahme an der Sorge für die Arbeitsbeschaffimg weiterhin zu sichern, den Beginn der großen Arbeiten zu beschleunigen und in ihnen jüdische Arbeiter zu beschäftigen, in der Unterstützung der Entwicklung der Industrie und des Handwerkes, in dem Drucke auf die nationalen Institutionen, endlich die Bau-, Bewässerungs- und Ameliorisationsarbeiten zu beginnen, die auf dem Boden des Nationalfonds, der Haifa-Bay und der landwirtschaftlichen Siedlungen ausgeführt werden sollen. Betrachten wir nun die Arbeitslage in den Kolonien, Die Arbeitszentrale hat sich in den letzten Wochen, unter Anteilnahme der landwirtschaftlichen Zentrale, mit einer gründlichen Untersuchung der Arbeitslage in den Kolonien befaßt. Die Ergebnisse waren folgende: Die Zahl der jüdischen Arbeiter in den Kolonien beträgt heute 6304. Wenn wir von dieser Zahl die Arbeiterfrauen, die nicht selbst arbeiten, abrechnen, verbleiben 5554 Mann, die sich in folgender Weise verteilen: 1383 Mann arbeiten im Baufache, Handwerk, Industrie, Bedienimg, als Beamte usw. — 4161 Mann sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Die in der Landwirtschaft Beschäftigten sind in folgender Weise verteilt: Es arbeiten: Wir sehen somit, daß die Hälfte der Arbeiter in den Kolonien bei mehr oder weniger ständigen Arbeiten beschäftigt ist und das Problem der Sorge der Arbeitsbeschaffung in der toten Saison in den Sommermonaten existiert nur hinsichtlich der nicht ständig beschäftigten Arbeiter. Wir haben Gründe, anzunehmen, daß in diesem Sommer mehr als 1000 nicht ständig beschäftigte Arbeiter arbeitslos sein werden. Die Arbeitslosigkeit wird nach anderthalb Monaten beginnen und wird sich bis zur Weinlese — im Monat August — in aufsteigender Linie bewegen. Dann wird sie sich für anderthalb Monate etwas vermindern, um im IV. während des ganzen Jahres in Hilfswirtschaften . . . nicht ständig beschäftigt . 1437 187 2547

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