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Palästina · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 163

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Article
Der neue Weg
Date
1928-03-01
Page
Seite 163 (sequence 4)
Language
German
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163 Haftungsverpflichtungen ihrer Genossen, Soweit das Vermögen der Genossenschaft aus Geld besteht, ist es in Erez Israel ganz oder teilweise mündelsicher oder in werbenden Anlagen zu investieren, z. B, in einer der so dringend benötigten Hypothekenbanken. Das Bestreben der Genossenschaft ist darauf zu richten, Kapital und Reserven bis zum Gesamtbetrage der von ihren Genossen übernommenen langfristigen Zahlungsverpflichtungen anzusammeln, um in immer steigendem Maße neben den bisherigen Kreditgebern das lukrative Geschäft der Diskontierung der bei ihr eingehenden langfristigen Zahlungsverpflichtungen der Genossen als Selbstgeber zu übernehmen. Solange das vorhandene Kapital zu diesem Zwecke nicht ausreicht, beteiligt sich die Genossenschaft unter Berücksichtigung der ihr nach der Satzung vorgeschriebenen Anlage ihres Kapitals für werbende Aufbauzwecke teilweise an der Bevorschussung der Zeichnung ihrer Genossen gegenüber dem Keren Hajessod nach Maßgabe ihrer finanziellen Kräfte. Im übrigen bringt sie die V'erpflichtungsscheine ihrer Genossen unter Uebernahme der Bürgschaft für ihre Einlösung bei den Banken und Bankiers ihres Landes unter, die bereit sind, ihr Amortisationsdarlehen in Höhe der Zeichnungsverpflichtungen ihrer Genossen zu gewähren. In welcher Form diese Tilgungskredite aufzunehmen sind, ob sich die Aussteilung langfristiger prolongationsfähiger Akzepte oder irgend einer anderen Verpflichtungsurkunde empfiehlt, ist eine Frage der technischen Durchführung, die sich nach den Landesgesetzen richtet und den Zweigstellen der Genossenschaft in den einzelnen Ländern überlassen bleiben muß. Bei der Uebernahme laufender Kredite gegen Verpfändung der Zeichnungsverpflichtungen ihrer Genossen unter gleichzeitiger Uebernahme der Haftung für den Eingang dieser Zeichnungen wird der Genossenschaft das vorhandene eigene Kapital von zunächst 30% der Summe aller Zeichnungen (10% eingezahlter Genossenschaftsanteil, 20% Haftsumme) von Nutzen sein. Bei der Verteilung des Risikos auf so viele Schultern spielt der unvermeidliche Ausfall der einen oder anderen Zeichnung keine große Rolle. Das vorhandene Vermögen der Genossenschaft in Höhe von zunächst 30% der aufzunehmenden Tilgungskredite dürfte ausreichen, um dem Geldgeber das Risiko erträglich erscheinen zu lassen. Wenn es gelingt, auch nur die. Hälfte aller Keren-Hajessod-Zeichner zu veranlassen, langfristige Zeichnungen abzugeben — und wer gibt uns angesichts des Beispiels Kanadas das Recht, an ihrer Bereitwilligkeit zu zweifeln, dem Keren Hajessod ein so geringes Opfer zu bringen wie es die mehrjährige Zeichnungsverpflichtung für denjenigen ist, der bereits entschlossen ist, ständiger Zeichner des Keren Hajessod zu bleiben — so müßte es möglich sein, in allerkürzester Zeit Summen zu mobilisieren, die hinter den durch eine allgemeine Anleihe aufzubringenden Beträgen nicht zurückstehen und die ausreichen müßten, um dem vom Kapitalsmangel ernstlich bedrohten Kolonisationswerk die fehlenden Mittel zuzuführen, ihm neue Impulse zu geben und durch die. Ueberführung größerer Kapitalien nach Palästina dort ein normales und gesundes Wirtschaftsleben einzuleiten. Man komme nicht mit dem Einwand, daß eine Vorwegnahme großer künftiger Einkünfte des Keren Hajessod durch die von ihm zu gründende Genossenschaft den Fonds auf die Dauer schwächen müsse. Der einzige Verlust, den der Keren Hajessod allerdings erleidet, der aber vielfach durch den unschätzbaren Vorteil aufgewogen wird, daß er sofort über einen großen Teil der Einnahmen der nächsten zehn oder zwanzig Jahre verfügen kann, besteht in der Kürzung der Amortisationszinsen von seinen regelmäßigen Einnahmen. Da die Abgabe einer langfristigen Zeichnung von der regelmäßigen, der Maasser-Ordnung entsprechenden jährlichen Ergänzungszeichnung nicht befreit, bleiben dem Keren Hajessod genügend laufende Einnahmen. Auf lange Zeit von der Sorge um die Aufbringung der zur Aufrechterhaltung der wichtigsten Institutionen benötigten Mittel befreit, werden sich der Keren Hajessod und seine Mitarbeiter mit verdoppeltem Eifer und — unter Hinweis auf die gesteigerten Leistungen des Keren Hajessod in Erez Israel — verdoppeltem Erfolg der Werbung neuer Mitglieder widmen können und ihren Ehrgeiz dareinsetzen, trotz der aus dem Jahreskontingent ausschei-

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