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Palästina · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 131

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Article
Die Aussichten der Metallindustrie in Palästina
Date
1928-03-01
Page
Seite 131 (sequence 11)
Language
German
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131 Reingewinn abwerfen, so würde in Erez-Israel ein mittelgroßer Betrieb auf diesem Spezialgebiete existieren können. Aber auch auf dem Gebiete der elektrotechnischen Industrie wäre in Erez-Israel Platz für ein Fabriksunternehmen vorhanden. Hier kommt noch, außer anderen Fabrikaten, speziell die Erzeugung von Elektromotoren in Betracht, von welchen im Jahre 1925 nach Aegypten (außer früher erwähnter Einfuhr um 600.000 Pfund) tun rund 165.000 Pfund importiert wurden. Im gleichen Jahre sind nach Erez-Israel (neben erwähntem Importe von 125.000 Pfund) Elektromotore um 8565 Pfund eingeführt worden. Da sich in der Importstatistik die stetige Entwicklung des Bedarfes an Elektromotoren widerspieglt, sei auch angeführt, daß sich im Jahre 1926 ihre Einfuhr bereits auf 12.420 Pfund erhöht hat. Von Interesse ist es, daß der steigende Bedarf an Elektromotoren keinerlei Rückgang des Importes an Verbrennungsmotoren verursacht hat. Ganz im Gegenteil stieg die im Jahre 1925 noch 26.663 Pfund betragende Einfuhr im Jahre 1926 auf 40.609 Pfund an. Wenn ich nun hiemit auf die Möglichkeit, Verbrennungsmotore hier im Lande zu erzeugen, hinweise, so bin ich mir im klaren darüber, daß ich auf Widerspruch stoßen dürfte. Den wichtigsten Gegengründen, die man mir vorhalten könnte, sei gleich entgegengetreten. Mir sind Fälle Europas bekannt, wo in Betrieben mit weniger als 50 Arbeitern vortreffliche Verbrennungsmotore erzeugt wurden. Von unserem Standpunkte speziell ist ein Fall interessant, wo eine feinmechanische Fabrik vor einigen Jahren den Entschluß faßte, in einer besonderen Abteilung, mit etwa 40 Arbeitern, Verbrennungsmotore zu erzeugen. Es verging nicht ein Jahr und dieses Unternehmen brachte vortreffliche Motore auf den Markt, die guten Absatz fanden. Allerdings hat diese Fabrik sich nicht auf Experimente eingelassen. Sie erstand einfach eine Lizenz, derzufolge sie nach ihr gelieferten Plänen die Motore erzeugen konnte. Auf diese Weise war die Fabrik imstande, den einmal gefaßten Entschluß glatt in die Tat umzusetzen. Das ist nun der richtige Weg, der besonders auch für Erez-Israel in Betracht kommt. Es sei hier noch auf einige Produktionsmöglichkeiten hingewiesen. So kommt ein SpezialUnternehmen zur Erzeugung von Petroleum- Koch öfen sehr in Betracht. Reichlicher Absatz ist hier vorhanden und eine Fabrikation hier im Lande wäre zum Teile durch die hohen Frachtspesen, welche die Fertigfabrikate erfordern, geschützt. Zwei weitere Produktionszweige könnten nicht schwer von bereits bestehenden Betrieben aufgenommen werden. Ein Bedarf an Zentrifugalp u m p e n ist vorhanden und einer gut geleiteten Fabrik wird es nicht schwer fallen, solche zu erzeugen. Schließlich sei noch auf ein Tätigkeitsleld hingewiesen, das einer mittleren Schlosserwerkstätte Beschäftigung bieten könnte. Es werden feuerfeste Kassen und Kassetten aus dem Auslande eingeführt, wobei besonders für Kassen die Frachtspesen sehr hoch sind. Eine Produktion könnte daher sehr rentabel sein. Schlußwort, Was lehrt uns nun diese Untersuchung? Sie lehrt uns, daß unüberwindliche Hindernisse, die dem Entstehen und der Entwicklung einer Metallindustrie in Erez-Israel im Wege stehen würden, nicht vorhanden sind. Fabriksunternehmungen, die nach allen notwendigen Richtungen hin gesund basiert sind — was eine selbstverständliche Voraussetzung

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