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Palästina · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 128

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Article
Die Aussichten der Metallindustrie in Palästina
Date
1928-03-01
Page
Seite 128 (sequence 8)
Language
German
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128 Von Fall zu Fall werden sich aber in dieser Hinsicht Schwierigkeiten ergeben. Diese sind aber nicht unüberwindlich, da die Fabriken, welche die maschinellen Einrichtungen liefern, gewöhnlich auch gerne die Verpflichtung übernehmen, durch zeitweilig zur Verfügung zu stellende Meister die Arbeiterschaft in ihre Tätigkeit einzuführen und sie für diesen Zweck auszubilden. Auch geben diese Lieferanten gerne Gelegenheit, daß in ihren Werkstätten einzelne Arbeiter der Kundschaft sich vervollkommnen und sich die erwünschte Erfahrung aneignen. Schließlich gibt es auch die Möglichkeit, ausländische Meister für die erste Zeit zu engagieren, die die Aufgabe übernehmen, die Arbeiterschaft für ihre Tätigkeit auszubilden. Daß all dies gut möglich ist, konnten wir auch an manchen Fällen im Lande (z. B. Elektrizitätsgesellschaft, Delphiner) beobachten. Anders liegt es, wenn es an für die betreffende Industrie notwendiger längerei Erfahrung und an der eventuell auch erforderlichen Tradition, die immer eine industrielle Tätigkeit fördern, mangelt. In manchen Fällen wird es als empfehlenswert erscheinen, mit alten, erfahrenen europäischen Fabriken besten Rufes wegen Ueberlassung von Lizenzen in Verbindung zu treten, um dann nach ihren bewährten Methoden und eventuell auch nach ihren Zeichnungen arbeiten zu können. In anderen Fällen wird es bei möglichen Metallindustrien ratsam sein, daß der kapitalskräftige Unternehmer, der die Neugründung mancher dieser Industrien vorhat, sich mit in Betracht kommenden Spezialfabriken in Verbindung setzt, damit diese mit dem zur Verfügung stehenden Kapital Tochterunternehmungen hier im Lande begründen. Letzterer Weg wird in manchen Fällen schwieriger Industrien, in welchen Erez-Israel noch Neuland ist, nicht zu umgehen sein. Allerdings werden dann auf diese Weise, wie auch durch Erlangung von Lizenzen, so manche Schwierigkeiten in Wegfall kommen. Da der wichtigste Gesichtspunkt für die Möglichkeit von Metallindustrien der des Transportes ist, seien hier vor allem zwei Produktionen behandelt, die für Erez-Israel sehr in Betracht kommen, und an welchen bei jedem das Moment des Transportes nach einem entgegengesetzten Extrem hin in Erscheinung tritt. Für das Jahr 1925 ist ein Import an Küchengeräten nach Erez-Israel im Betrage von 24.940 Pfund, darunter Emailgeschirr um 15.148 Pfund und Aluminiumgeschirr um 5960 Pfund, ausgewiesen. Nach Aegypten sind im gleichen Jahre Küchengeräte im Betrage von 148.319 Pfund, darunter Emailgeschirr um 110.223 Pfund und Aluminiumgeschirr um 14.609 Pfund, eingeführt worden. Für die übrigen Orientländer liegen mir leider keine detaillierten Importzahlen vor. Schätzungsweise kann man aber annehmen, daß die acht in Betracht gezogenen Länder einen jährlichen Importbedarf an Küchengeräten um den Betrag von 250.000 Pfund, darunter Emailgeschirr um 200.000 Pfund und Aluminiumgeschirr um 25.000 Pfund, haben werden. Dieser Markt würde ein Fabriksunternehmen zur Erzeugung von Küchengeräten mit einem jährlichen Produktionsquantum um den Betrag von 20.000 Pfund gewiß rechtfertigen. Wie verhält es sich nun in diesem Falle mit dem Einfluß des Transportes? Betrachten wir vorerst einmal Aluminiumgeschirr, wie Kochtöpfe, Milchpfannen, Kasserolen usw. Die Frachtkosten hiefür von der Fabrik in Deutschland oder in der Schweiz bis ins Haus in Jaffa v/erden mit etwa 16 Prozent des FabriksVerkaufspreises (ab Werk) ange-

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