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Palästina · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 127

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Article
Die Aussichten der Metallindustrie in Palästina
Date
1928-03-01
Page
Seite 127 (sequence 7)
Language
German
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127 Wir ersehen aus dieser Tabelle, daß unter sämtlichen 1124 Gesellschaften 267 der , Metallindustrie" (umfassend auch die Maschinen- und die feinmechanische Industrie) angehörten. Hiebei sind die primären Metallindustrien mit 50 Gesellschaften aus unserer Betrachtung ausgeschaltet. An dem gesamten werbenden Kapital im Betrage von Mark 7.883340.655.— ist die Metallindustrie mit 1,522.298.878.— Mark, d. i 19.28 Prozent, beteiligt, wodurch sie in der ganzen Industrie die erste Stelle einnimmt. Für uns noch interessanter ist die Frage des perzentuellen Reingewinnes. Die „Metallindustrie" umfaßt drei Gruppen: Davon weist die feinmechanische Industrie einen Reingewinn von 14.79 Prozent auf und steht dadurch an dritter Stelle; die eigentliche Metallindustrie ergibt 14.34 Prozent und nimmt die fünfte Stelle ein, während die Maschinenindustrie mit 10.72 an zwanzigster Stelle zu stehen kommt. Hiebei ist zu bemerken, daß hier von ausgewiesenem Reingewinn die Rede ist; in Wirklichkeit wird er aber viel höher sein. In Deutschland pflegte man nämlich, vor dem Kriege besonders, bei der Bilanzierung sehr vorsichtig zu Werke zu gehen, wobei man vom System der stillen JReserven ausgiebig Gebrauch machte; außerdem pflegte man die Vermögenswerte in den Bilanzen außerordentlich niedrig anzusetzen. Es kann daraus gefolgert werden, daß der Reingewinn, den die Metallindustrie abwirft, durchaus nicht gering ist, was ebenfalls für sie sprechen würde. Für uns aber ist es von besonderem Interesse, daß gerade die feinmechanische Industrie einen verhältnismäßig besonders hohen Reingewinn abwirft, da ihre Erzeugnisse hochwertige Fabrikate sind und, wie wir oben gezeigt haben, solche sich für eine Produktion in Erez-Israel ganz besonders eignen. Welche Metallindustrien kommen für Erez-Israel in Betracht? Es taucht nun die Frage auf, welche Metallindustrien für Erez-Israel in Betracht kommen. Nachdem (im ersten Teile des Gutachtens. — Die Red.) nun die einzelnen, die Preisbildung bestimmenden Momente der Reihe nach behandelt wurden, könnte man diese Frage eigentlich als gelöst betrachten. Als Resultat ergab sich, daß bei einer Produktion für Inlandsbedarf selbst der Transport, also derjenige Faktor, auf den wir keinen Einfluß haben, einer Metallindustrie nicht hindernd im Wege steht. Anders verhält es sich mit einer Produktion für Export, mit dem wir zu rechnen haben. In diesem Falle wirkt sich der Transport ungünstig in der Preisbildung aus; sein Einfluß verringert sich aber in dem Ausmaße, als die Hochwertigkeit der produzierten Ware steigt. Aus diesem Grunde erscheint es als geboten, bei einer Erwägung der Frage, welche Fabrikate in Erez-Israel erzeugt werden sollen, den Gesichtspunkt des auf die Preisbildung wirkenden Transporteinflusses vorwalten zu lassen und vor allem die Produktion hochwertiger Fabrikate zu empfehlen. Die weiteren maßgebenden Gesichtspunkte sind eigentlich die oben geschilderten, nachfolgend wiederholten, Momente, welche die Preisbildung bestimmen. Es ist eine selbstverständliche Voraussetzung, daß diese Faktoren bei Begründung einer Metallindustrie normal basiert sein müssen, wenn sie überhaupt existenzberechtigt sein soll: Daß ein Industrieunternehmen in erster Reihe gut geleitet und gesund finanziert sein muß, ist in früheren Abschnitten des näheren ausgeführt worden. Aber auch entsprechend vorgebildete Arbeiter sind unbedingt notwendig.

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