Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1928)
- Article
- Die Entwicklung des Arbeitsmarktproblems in Palästina in den letzten Jahren und die Arbeitslohnfrage
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 10)
- Language
- German
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53 labour alone were employcd, and the Labour Department paid the additional cost, involved in employing white labour, The use of white labour does not necessarily involve a higher total cost then that of works carried out entirely by natives, if the white workers are efficient and well organised. Cases have already occured in which picked white workers on piece rates have done the work as cheeply as if native labour had been employed. Undertakings of the kind covered by the new policy are not to be regarded as relief works, but as national development works, carried out on a economic basis. It is hoped by this means not' only to check unemployment, but to build up a class of efficient unskilled white labours.« (»Industrial and Labour Information, XIX, page 327, 1927, Geneve.) Diese Einwände und Beispiele blieben nicht ohne Eindruck auf die Regierung, die in der letzten Zeit zwei Schritte auf dem Wege der Lösung des für sie selbst sehr aktuellen Problems tat (es sei an die Erklärung Ormsby Gores im englischen Unterhaus erinnert, daß beim Hafenbau in Haifa »Fair Wages« als Grundlage dienen würden, wobei die Diskussion dahin geht, welche Löhne als »Fair Wages« zu betrachten sind); einmal die Veröffentlichung eines Kinderschutzgesetzes, das die Kinderarbeit bis 12 Jahre, wenigstens in der Industrie, überhaupt verbietet; und zweitens in der Einsetzung einer besonderen Kommission, in der von Seiten der jüdischen Arbeiterschaft Ben Zwi vertreten ist (unter insgesamt drei Mitgliedern), zur Ausarbeitung von Vorschlägen für die Festsetzung von Mindestlöhnen für ungelernte Arbeiter. Dieser Kommission, in deren Einsetzung ein wichtiger Schritt vorwärts auf dem Wege zur Lösung des Arbeitslosenproblems zu erblicken ist, stehen offizielle Rechte einer Regierungskommission zu; ihre Tätigkeit ist im Fortschreiten begriffen, und es steht zu erwarten, daß sie eine Lösung der Frage vorschlagen wird, die die Beschäftigung größerer Massen jüdischer Arbeiter bei den Regierungsarbeiten ermöglichen wird. In diesem Zusammenhang und bei der Wichtigkeit des Problems für die Entwicklung der Arbeitsfrage in Lande überhaupt, sei mir gestattet, einige Bemerkungen zu dem Aufsatz von Chajim Arlosoroff »Zum Problem der jüdischen Einheitsorganisation« in Nr. 8/9 dieser Zeitschrift zu machen, da dieser Aufsatz sich im wesentlichen ja auch um das Lohnproblem dreht und wiederholt auf einen größeren Aufsatz von mir im »Kuntres« Bezug nimmt, ohne daß die Leser dieser Zeitschrift Gelegenheit hatten, diesen Aufsatz selbst kennen zu lernen. Es sollte doch eigentlich klar sein, daß alle Bestrebungen, das Lebens¬ und Kulturniveau der arabischen Massen zu heben, sowohl in menschlicher, sozialer wie auch jüdischer Beziehung von höchstem Werte und Interesse für die gesamte zionistische Bewegung sein müßten. Ich ging in meinem Aufsatz davon aus, daß eine Lösung des Problems des jüdischarabischen Gegensatzes überhaupt nicht möglich ist, solange auf der einen Seite eine dünne Schicht von Effendis im Namen der unwissenden arabischen Massen spricht (die sie dank ihrer Agrar- und Lohnpolitik in ihrer Unwissenheit zu belassen in der Lage ist); in Wirklichkeit versuchen auch heute einige Dutzend Effendis samt ihrem städtischen Anhang, der ökonomisch und sozial daran interessiert ist, die zionistische Bewegung, die allein geeignet ist, das Land sozial vorwärts zu treiben und den herrschenden arabischen Feudalismus (von Kapitalismus kann ja nur als in Anfängen bestehend, geredet werden) umzubilden und modernere Wir:-