Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 10-11
- Article
- Bericht englischer Sachverständiger über Palästina
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 518 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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51« keiten. gäbe es vielleicht nur. Raum für eine geringe Anzahl von Produzenten. Aber meiner Meinung nach liegt die beste Hoffnung für den jüdischen Landwirt -darin, diese Märkte für hochqualifizierte oder frühe Produkte ausfindig zu machen und sie. zu versorgen; wenn möglich, sie zu beherrschen. . Die Entwicklung dieser Industrien wird natürlich Zeit, erfordern und inzwischen ist der Getreide- und Futterbau wahrscheinlich der beste Weg für die Siedler. , Vorschläge. Die folgenden Probleme sind meiner Meinung nach dringend und sollen gleichzeitig in Angriff genommen werden: 1. Bewässerter'Boden. — Verwendung von W, a s s e r. Diese Frage sollte so früh als möglich auf dem Felde find mit Hilfe direkter Methoden untersucht werden. Wenn es möglich wäre, daß Doktor Menschikovsky mit seiner gründlichen Kenntnis der Bodenarten und Doktor Oppenheim mit seiner großen Erfahrung in der Pflanzenphysiologie sich zu dieser Untersuchung vereinigen, dann habe ich das sichere Gefühl, daß die Resultate von großer Bedeutung, nicht nur für Palästina, sondern auch für andere Plätze, wo 'bewässerter Pflanzenbau betrieben wird, sein werden. Bei schwerem Boden "besteht die Möglichkeit der Alkalischädigung. Diese Frage sollte, wenn möglich, von Dr. Magasanik in Rothamsted studiert werden, damit er in der Lage sei, Dr. Menschikovskv behilflich zu sein. Proben des verfügbaren Wassers wären für Analysen notwendig. Eine systematische Organisation, der Bewässerung des ganzen Landes ist in hohem Maß erforderlich. . IT. Unbewässertes Land. — Auslese und Zucht von Pflanzen. Diese Tätigkeit sollte fortgesetzt und allmählich intensiver gestaltet werden, indem man bei einer größeren Anzahl reiner Reihen verharrt, je nach der Gelegenheit. Es soll ferner in den Versuchen fortgefahren werden, eine Frucht ausfindig zu machen, welche in der gegenwärtig als Brachjahr zu 'bezeichnenden Zeit wachsen würde, und irgendwelche ertragreicheren Sorten an Stelle des Getreides. Boden prob le m e. Die in Dschebatta im Zuge befindlichen Versuche sollen in der Richtung ausgedehnt werden, daß sie Untersuchungen über die Ergebnisse der verschiedenen Bearbeitungsmethoden, hinsichtlich der Feuchtigkeit, Nitrathaltigke.it und Zusammensetzung des Bodens ermöglichen. Da die gegenwärtigen Einrichtungen unzureichend sind, schlage ich vor, daß Dr. Magasanik in Rothamsted ausreichend Zeit dem Studium der folgenden Fragen widmet: 1. Schnelle Methoden zur Bestimmung der Bodenfeuchtigkeit; 2. schnelle Methoden zur Bestimmung der Bodennitrate; . 3. die Anwendung des Dynamometers.