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Palästina · 1927-01-01 · Heft 10-11 · p. Seite 513

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 10-11
Article
Bericht englischer Sachverständiger über Palästina
Date
1927-01-01
Page
Seite 513 (sequence 6)
Language
German
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513 anderen europäischen Bullen vorgenommen. Auch einige Hereforder Bullen kamen zur Verwendung. Die Zusammenstellung ^verschiedener Fruchtarten in Wirtschaftssysteme, welche den örtlichen Bedingungen angepaßt sind, wurde erst in jüngster Zeit in Angriff genommen und wird sich als interessantes Problem erweisen. Palästina, das ungefähr die Größe von Wales hat, bietet eine Mannigfaltigkeit von 'physikalischen Bedingungen dar, die beinahe so groß ist wie -in Australien. Die Regenmenge variiert von fast Null bis zu 700 mm und darüber, die Höhenlage des bebauten Landes von 2000 Fuß über bis 1000 Fuß unter dem Meeresspiegel und die Bodenbeschaffenheit von Sanddünen bis zu einem -Bodentypüs, der viel schwerer ist als . er in Europa erzielt werden könnte. Der Regen kommt von SW«, ist am ausgiebigsten in dem NWf-Teil des Landes {das ist die Küste um Haifa und Akko), wo er in einer Menge bis zu 700 .anm pro Jahr niedergeht; er verringert sich dem Osten und Süden zu; in Nazareth und Tel-Awiw beträgt er nur mehr etwa 400 mm; in Tiberias und Gaza nur noch 300 mm, in Jerusalem noch weniger (1925 waren es 236 mm), während im südlichen Teile des Jordantales die Menge noch viel geringer ist, so daß Jericho 1925 nur 128 mm und Beer Scheba um wenig mehr hatte. Oestlich vorn Jordan, in Transjordanien, ist ein regenreicher Streifen, weiter im Osten 3het ist Wüste. Ebenso schließt sich im Süden an Palästina die Wüste an und auch westwärts von El Arisch, die ganze Sinaihalbinsel durch. Böden. — In der Gegend südlich der Linie Akko—Tiberias, die ich besuchte, konnte ich sieben verschiedene Bodenarten feststellen: 1. Die am Jordan gelegenen Gebirgsböden, unkultiviert und vielleicht unkultivierbar, aber möglicherweise zur Aufforstung geeignet. 2. Die Gebirgsböden von Judäa und Samaria, die nur Regenwasser erhalten; sie sind durch Terrassen in kleine Anbauflächen' geteilt, •einige davon mit Oliven und Feigen bepflanzt, andere für Fruchtbau verwertet, aber bemerkenswert dicht von den Arabern kultiviert, welche hier ihren „Nagelpflug" um die Steine herumführen und jede ' Quadratelle Bodens ausnützen. 3. Terrassierte, Hügel, mit Fruchtbäumen, Wein und Gemüse bepflanzt und bewässert. 4. Sanddünen und Wüstensand. ' ■ 5. Der Küstenstrich mit leichtem ziemlich ebenem Boden. 6. Die großen Ebenen wie Jesreel und Scharon; ebene Flächen' mit schwerem Boden, von Gebirgen umgeben. ' 7. Die Jordanebene, kultivierbar nur insofern Bewässerung möglich ist. Von diesen wird der unbe wässerte Gebirgsböden von Col. Sa wer und seinem Stab erforscht und es werden. Versuche der Aufforstung gemacht, wo eine solche wünschenswert erscheint.. Von Erfolg, begleitet, würde das Gelingen dieser Versuche ein großes Aktiyum .für das Land bedeuten, direkt für die Futter- und Holz Versorgung, aber auch indirekt, indem die Aufforstung eine weitejre Entblößung .der .Hügel von Erde Jm Laufe der Regenzeit verhindern und das, Regenwasser für,die,.1Ebenen

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