Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 10-11
- Article
- Bericht englischer Sachverständiger über Palästina
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 512 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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512 bis März eine solche Schwierigkeit besteht, da Wickenheu als einzige? Fut.termitel zur Verfügung steht.*) Die Möglichkeiten einer besseren Bodenausnützung. Mein Besuch war leider zu kurz, als daß er mir gestattet hätte, ein so eingehendes Studium der Möglichkeiten einer Verbesserungdieses Systems zu, betreiben, wie ich es gern getan hätte. Ich sah immerhin die Versuchsarbeit im Fortschritt begriffen und dank demneuen Programm* das von den Beamten der Regierung und der Zionistischen Exekutive für mich ausgearbeitet worden war, war ich in der Lage, meine Zeit voll auszunützen. Das Problem der Ertragssteigerung des Bodens in irgendeinem Lande besteht darin, daß die Fruchtarten so eng wie möglich den natürlichen Bedingungen angepaßt werden, und wird mit den folgenden Mitteln gelöst: 1. Aufinden von Frucht-- und Vieharten, die den Bedingungen angepaßt und zu zufriedenstellenden Preisen auf dem Markt zu verwerten sind; 2. Bestimmung der Faktoren, welche das Gedeihen dieser Fruchtarten beeinträchtigen und Erstellung von Methoden zu deren Ueberwindung. 3. Die Zusammenfassung der Produkte in ein ökonomisch gesundes System der Wirtschaft. Das Auffinden geeigneter Frucht- und Vieharten und das Ausdenken eines geeigneten Wirtschaftssystems gehen beide notwendigerweise langsam vor sich und die darauf gerichtete Bemühung muß dauernd fortgesetzt werden, weil die Märkte, dauernden Schwankungen ausgesetzt sind, weshalb ein System, das zu einer Zeit befriedigend ist, infolge von Entwicklungen der Transportverhältnisse, des Publikumsgeschmacks usw. zu einer anderen Zeit (unrentabel sein kann. Beispiele dafür kann man in dem vollständigen Wechsel finden, dem die britische Landwirtschaft zu Ende des neunzehnten Jahrhunderts .infolge der Eröffnung der Vereinigten Staaten, Kanada usw. ausgesetzt war. Die Erforschung neuer Fruchtarten erfolgt durch Professor Dr. Warbur.g und die Bemühungen um eine Verbesserung der Wirtschaftsprodukte durch die Experten der Zionistischen Organisation werden von Dr. L. Pinner unter Assistenz von Herrn A. Malzeff in Dschebatta geleitet. Die einheimischen Weizen- und Gerstensorten geben eine zufriedenstellende Grundlage für Verbesserungen und eine ganze Anzahl von verschiedenen ausländischen Arten wird versucht. Zehn bis zwölf Arten werden ausprobiert und die Resultate scheinen vielversprechend zu sein. Die Bemühungen sind mehr extensiver als intensiver Natur, aber das scheint im gegenwärtigen Zeitpunkt der geeignetere Vorgang zu sein. Die Verbesserung des Viehstandes schreitet ständig fort, man hat erfolgreich 'Kreuzungen Beiruter und Damaszener Kühe mit friesischen -und '*) Das Nichtvorhandensein von Weide- und Heuland ist ein großes Hindernis für die Vieh Wirtschaft der" jüdischen Siedler.: -lAMe Rinder, selbst >Mutterkühe und Kälber, müssen; durch Stapütterung erhalten werden; . .