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Palästina · 1927-01-01 · Heft 10-11 · p. Seite 498

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 10-11
Article
Der Handel Palästinas
Date
1927-01-01
Page
Seite 498 (sequence 2)
Language
German
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498 in der Stadt? Beschäftigt der Importeur Agenten für die Dorfkrämer? Welche Zahlungsbedingungen werden dem Krämer gestellt? B) Wie gelangt das Produkt deis kleinen Unternehmers in Landwirtschaft und Industrie zum Exporteur? Besteht eine direkte Belieferung, auch durch Aufkäufer, oder sind Zwischenhändler tätig? Haben vielleicht ausländische (Aegypten, Syrien) Firmen ihre Aufkäufer hier? Wie sind die Zahlungsbedingungen? Wird auf die Ernte eine, Vorauszahlung geleistet? . C) Wie gelangt das Produkt vom Erzeuger auf den Inlandsmarkt? Wie werden die größeren Läden am Markt beliefert? Es kann ja nur der der Stadt benachbarte Erzeuger den Markt selbst aufsuchen oder die Ware in den Straßen ausrufen. D) Welche Saisonmärkte gibt es in Palästina? Wo werden sie abgehalten? Wie hoch ist der Umsatz? E) Wie spielt sich der Handel mit den Beduinen ab? Welche Zahlungsbedingungen? Stimmt es, daß Kaufleute Teilhaber der Herden der Bedus sind? Kommen diese zum Markt oder kommen Aufkäufer zu den Stämmen, um die Tiere anzukaufen? Zu diesen Fragen über die Formen des Handels kommt noch die Frage über die speziellen Formen des Handels mit den einzelnen Warengattungen, wie Gerste, Weizen, Orangen. Ueber letztere ist so ziemlich alles bekannt Wir wissen auch, daß die Imperial Ottoman Bank den Getreidehandel, der sich hauptsächlich in Haifa abwickelt, finanziert. Es würde Aufgabe der Zionistischen Organisation sein, dieser Frage ihr Interesse zuzuwenden. Erst durch Kenntnis dieser Tatsachen wird es möglich sein, dieses Neuland unserer Wirtschaft zu erobern. Im Zusammenhang mit der Frage des Binnenhandels und des Außenhandels, auf den wir nun zu sprechen kommen, wollen wir mit einigen Worten das Problem der palästinensischen Produktivitätsbilanz streifen. Eine solche aufzustellen, wäre von Interesse, um zu einer Berechnung zu gelangen, bis zu welchem Grade man vom Import unabhängig werden könnte. Bei dem Mangel an sämtlichen Unterlagen müßte man sich mit rein hypothetischen Berechnungen über den durchschnittlichen Konsum der Bevölkerung frefrelfeii. Man müßte versuchen zü berechnen, in welchem Maße die landwirtschaftliche Produktion in den letzten Jahren gestiegen ist, wieweit sie der Deckung des Bedarfes genügt, wieweit und in welcher Zeit sie überhaupt gesteigert werden kann, mit anderen Worten wie lange einstweilen und wann überhaupt ein Import an Lebensmitteln unvermeidbar sein wird. Eine derartige Berechnung würde viel zur Klärung über manche wirtschaftliche Ideologien, wie Autarkie und ähnlichem beitragen. Diese Frage führt uns bereits zu den Problemen der Außenhandelsbilanz. Der Außenhandel. Das Bild des Außenhandels seit Friedensschluß zeigt folgende Tabelle:

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