Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 10-11
- Article
- Der Handel Palästinas
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 499 (sequence 3)
- Language
- German
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49# Passiv Import Export Gesamt -. Defizit Prozent 1919 3,126.464 853.141 3,979.605 2,273.323 73 1920 5,409.987 1,318.620 6,728.607 4,091.367 75 1021 5,871.878 1,416.368 7,288.246 4,455.510, 74 1922 5,m:831 1,586.503 7,515.334 4,342.328 77 1923 5,124.945 1,834.118 6,959.063 3,290.827 72,5 1924 5,589.679 2,120.931 7,710.610 3,468.748 74,5 1925 7,603.923 1,588.157 9,192.080 6,015.766 80,5 1926 6,513.331 1,497.921 8,011.252 5,015.410 . im Summa 45,169.038 12,215.759 57,384.797 32,953.279 Die erste Frage, die sich bei Betrachtung dieser Tabelle^ einem aufdrängt, ist die mach der Deckung des Passivums, auf das immer mit großer Besorgnis hingewiesen wird und das als Begründung für die Forderung von Schutzzöllen dienen muß. Es ist daher vor allem festzustellen, daß dieses Passivum nur in der Bilanz in dieser Höhe erscheint. In Wirklichkeit dürfte es weit kleiner sein, da ein großer Teil der importierten Waren mit Mitteln bezahlt wurde, die einem fremden Wirtschaftskreis entnommen waren. Wurden doch Masaeitmen unter anderm aus den europäischen Guthaben der Immigran%eir ausbezahlt. Ganz abgesehen davon, daß nur ein Teil der importierten Waren: Kaiföimguter sind, daß 'vielmehr ein großer Teil des Importes, der aus Produktivgütern besteht, als Bereicherung des Landes anzusehen ist. Wenn wir jedoch die Handelsbilanz auf den finanziellen Ausgleich hin betrachten, so zeigt es sieh, daß die Zahlungsbilanz keineswegsx passiv ist. Die Gelder, die die Immigranten in das Land gebracht haben, werdfen auf 25 Millionen Pfund geschätzt, dazu kommen die stattlichen SÄifirien, die alljährlich durch die religiösen und charitativen InstitutiprfSri, aller Bekenntnisse in das Land kommen. Die alljährlichen Einnahhieh aus dem Fremdenverkehr werden auf eine Million veranschlagt. . Die Summen, die die britische Armee im Lande gelassen hat, werden mit sienen-MiMötten angegeben. Wenn es nun auch eine (Kapitalausfuhr gibt, durch iReisetr in das Ausland und anderes, so gefährden sie doch nicht den Ausgleich der Zahlungsbilanz. Auf der anderen Seite allerdings wird durch den Mangel an Kapitalansammlung die dauernde Geldknappheit und Depression verständlich. Eine weitere bemerkenswerte Tatsache, die sjch aus der obigen Tabelle ergibt, ist das Verhältnis von Import und Export. Wir sehen, daß ^dieses, zwischen 70 und 80 Prozent schwankend, ein ziemlich konstantes ist, und daß selbst in den 'Krisenjahren 1923 und 1926, in dessen ja der Import geringer ist, eine Abweichung von nur wenigen Prozenten zu verzeichnen ist. Es folgt daraus, daß der Import jkfjjr ü$n%\i^ifa*T ist, sondern daß er vielmehr dem Mindestbedarf der P^yöl'ketung, -entspricht. Wenn nun die absoluten Zahlen nicht konstant bleiben, so liegt dies natürlich, in erster Linie an der Bevölkerungsbewegung, .weiters aber an verschiedenen ökonomischen und politischen zufälligen Ereignissen. lieber die Gliederung der Waren geben die folgenden Tabellen ein Bild: