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Palästina · 1927-01-01 · Heft 8-9 · p. Seite 427

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 8-9
Article
Bericht des Departements für landwirtschaftliche Kolonisation bei der Zionistischen Palästina-Exekutive an den XV. Zionistenkongress
Date
1927-01-01
Page
Seite 427 (sequence 2)
Language
German
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427 17.000 im Jahre 1921) überschritten. In sämtlichen Siedlungspunkten, die Nutznießer des zionistischen Kolonisationsbudgets sind oder waren, beträgt die Bevölkerung über 10.400 Seelen, oderein Drittel der gesamten ländlichen jüdischen Bevölkerung Palästinas, die nach einer Zählung im April 1927 30.500 Seelen .betrug. Der Kolonisationsetat betrug in der Berichtszeit engl. Pfund 210.000. (im Jahre 5686) und engl. Pfund 145.000 (im Jahre 5687), zusammen engl..* Pfund 355.000, oder nach Abzug von engl; Pfund 15.000 auf Rechnung des Jahres 5686, die an Wirklichkeit im Jahre 5685 verausgabt wurden, engl. Pfund 340.000 (gegen engl. Pfund 240.000 in den Jahren 5684/5685), Es braucht kaum hervorgehoben zu werden, daß auch, der vergrößerte Etat in keinem richtigen Verhältnis zu den vermehrten Aufgaben der Siedlungsarbeit stand. Eine beklagenswerte Folge der Unzulänglichkeit der Mittel war, daß der auf zwei Jahre berechnete Abschluß der Anlage' der schon im Jahre 1925 bestehenden Siedlungen wieder hinausgeschoben werden mußte. Es ist nur gelun'gen, den Beschluß der Vollendung von wenigstens acht alten und neueren Siedlungen durchzuführen. Sie haben im Jahre 5685 den Rest der erforderlichen Siedlungskredite erhalten bis auf die in einigen Siedlungen noch nötigen Aufwendungen für Irrigation und bewässerb.are Pflanzungen. Der Ausbauplan der anderen Siedlungen wird auf die bevorstehende Periode ausgedehnt und um ein drittes und viertes Jahr verlängert werden müssen. Die Anlagedauer mancher Siedlungen wird auf diese Weise 6 bis 8 Jahre betragen. Es ist klar, daß eine derartige Verlängerung der Anlagezeit mit Schädigung! der Ansiedler und empfindlicher Verteuerung der Kolonisätion verbünden sein muß. II. Die abgeschlossenen Siedlungen. Die Siedlungen, deren Anlage bis auf gewisse Nachtragszahlungen im Jahre 1926 vollendet wurde, sind die Moschawim Kfar Nahalal, Kfar Jecheskel, Ben Schemen und die Kwuzot Daganja A, Daganja B, Gewa, Merchawia, Gan Schmuel. Davon sind Daganja A, Merchawia und .Gan- Schmuel Vorkriegsgründungen, die anderen sind im Jahre 1921/22 entstanden. Diese Siedlungen umfassen derzeit 266 Siedlerfamilien und zählen rund 1000 Seelen. Die Investitionen des Keren Hajessod betragen rund engl. Pfund 188.000. Dazu müssen in Daganja A, Merchawia und. Gan Schmuel die Investitionen des Jüdischen Nationalfonds für die Anlage der Wirtschaft im Betrage von zirka engl. Pfund 31.000 gerechnet werden.' Das ergibt einen Gesamtaufwand von rund engl. Pfund 220.000 oder engl." Pfund 815 pro 'Familie. Ueber den wirtschaftlichen Stand der Siedlungen in ihrem Abschlußjahre kann nur soviel gesagt werden, daß die Kwuzot Daganja A, Gewa und Gan Schmuel kleine Gewinne, während Merchawia buchmäßige Verluste verzeichnen. In den Moschawim stellen nur wenige Siedler Wirtschaftsbilanzen auf, aber aus den Antworten bei der jungst durchgeführten landwirtschaftlichen Zählung ergibt sich, daß' die meisten Siedler ohne' Verluste abzuschließen glauben, bei den anderen Wirtschaften gibt es Gewinne und Verluste so ziemlich in gleicher Zahl. Es ist anzunehmen, daß mit der Steigerung der Ackerbauerträgnisse, der Reife der Pflan^ zungen und der Anlage der Bewässerung, auf die so ziemlich noch ■ alle' Siedlungen warten, die wirtschaftliche Selbständigkeit dieser Ansiedler und die Möglichkeit der Rückzahlungen an den Keren Hajessod nach Ablauf der zugestandenen fünf Freijahre gegeben sein wird. Der moralische' Wert der Tatsache, daß eine «Reihe von Siedlungen in.-ihrer Anlage abgeschlossen wurden und nunmehr ganz auf sich selbst gestellt sind, ist recht bedeutend. Damit hat der Konsolidierungsetat unmittelbare, prak-' tische Bedeutung gewonnen, und die Erziehung zur Kalkulation, auf Grund dervom Departement für Landwirtschaftliche Kolonisation ausgearbeiteten Normen hat unter den Ansiedlern sichtbare Fortschritte gemacht.

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