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Palästina · 1927-01-01 · Heft 8-9 · p. Seite 426

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 8-9
Article
Bericht des Departements für landwirtschaftliche Kolonisation bei der Zionistischen Palästina-Exekutive an den XV. Zionistenkongress
Date
1927-01-01
Page
Seite 426 (sequence 1)
Language
German
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426 Bericht des Departements für landwirtschaftliche Kolonisation bei der Zionistischen Palästina-Exekutive an den XV. Zionistenkongress. Wir veröffentlichen anbei den uns von der Zionistischen Exekutive zur Verfügung gestellten Auszug aus dem Kongreßbericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation bei der Zionistischen Palästina-Exekutive. Die Red. I. Allgemeine Uebersicht Der Zeitraum zwischen dem XIV. und XV. Zionistenkongreß (1925 bis 1927) gehört wohl zu den schwierigsten und ereignisreichsten Perioden zionistischer Palästinaarbeit. In diese zwei Berichtsjahre fällt nach dem stürmischen Aufstieg der sogenannten vierten Alijah, die, wenn auch hauptsächlich der Stadt zugewandt, auch in der ländlichen Siedlüngsarbeit merkliche Spuren hinterließ, der sorgenvolle Abstieg zur Krise. Das dem letzten Kongreß vorgelegte und von diesem gebilligte Kolonisationsprogramm gab diesem Berichtsabschnitt -Richtung und Ziel. Der Ausbau und Abschluß der in Angriff genommenen Siedlungen, kurz als „Konsolidierung des Bestehenden" bezeichnet, und die Erweiterung des Siedlungswerkes durch die iNeukolonisierung^ sowohl vermögender Mittelstandselemente als besitzloser Landarbeiter^ schließlich die Erprobung neuer Siedlungsmethoden zwecks Verdichtung und Verbilligung unserer Kolonisation — dies war Sinn und Inhalt des vom XIV. (Kongreß beschlossenen Kolonisationsbudgets. Dieses weittragende Programm konnte nicht in vollem Umfang verwirklicht werden; weder die verfügbaren Mittel noch die Ungunst der »Bedingungen haben dies zugelassen.. Aber wesentliche Teile davon sind ein Stück vorwärts gekommen. Die Ausarbeitung der Siedlungspläne und' damit die Errechung des Konsolidie- Tungsbedarfs, sichtbare Fortschritte in der Durchführung dieser Ausbaupläne, die vor allem in dem beschleunigten ßautempo, der wirtschaftlichen Konsolidierung mehrerer Betriebe und dem Abschluß von acht Siedlungen ihren Ausdruck finden, die Formulierung der Siedluhgsverträge mit den Arbeitersiedlern, schließlich der iBeginn neuer Kolonisation im Emek und in Judäa — das sind die wichtigsten Kapitel dieses Tätigkeitsberichtes. Neubegründet wurden in den letzten zwei Jahren elf neue Siedlungen und weitere zwei Kolonien in den Tätigkeitskreisen des Kereri Hajessod eingeschlossen. Es sind dies der Moschaw Nachlat Iaakow auf Harbadj und Charoschet Hagejim in der Ebene von Akko, ferner im Kischongebiet, im Emek Jesreel der Moschaw Kfar Jehoschua, Kfar Baruch auf Warakani, die Kwuzot Scharonah «und Hascharon bei En-iBeda und Kwuzat Pinsle auf Gwata. Auf Abu Schusche hat sich zu Okkupationszwecken eine «Gruppe des galizischen Haschomer Hazair B niedergelassen. In Judäa beziehungsweise im Emek Hascharon sind neuentstanden: Magdiel, Bne Brak, iKfar Aharon und der Moschaw Karkur, während Kolonistensöhne in Noss Zionah und Rechobot, in Herzlia Anhänger der Bne Benjamin-Organisation und in-Beer Jaakob vorwiegend sefardische Kolonisten Kredite erhielten. Die Zahl der neuangesiedelten Familien beläuft sich auf zirka 350, während weiteren zirka 75 Familien durch Kreditgewährung die Ansiedlung ermöglicht wurde. Die Zahl der von der Zionistischen Organisation mit den Mitteln des Keren Hajessod seit dem XII. Zionistenkongreß '(1921) geschaffenen •und geförderten Siedlungen wuchs' demnach auf 30 an. Insgesamt befinden sich in den von der Zionistischen Organisation finanzierten 45 Siedjungen mehr als 1500 Ansiedlerfamilien, 3770 landwirtschaftlich Tätige samt Familienangehörige und 8300 Seelen (gegen 420 im Jahre 1921). Die von den Ansiedlern angebaute Fläche hat 130.000 Dunam (gegen

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