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Palästina · 1927-01-01 · Heft 8-9 · p. Seite 412

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 8-9
Article
Mittelstandskolonisation
Date
1927-01-01
Page
Seite 412 (sequence 15)
Language
German
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412 mittel nichts Näheres sagen „kann. Zweif ellos wären Exportversuche mit Bananen von erheblicher Wichtigkeit, und neuerdings, beabsichtgt Prof. Warburg, einen Versuch damit zu machen. 2. W e i n t r a u ben. Mit Weinanbau haben unsere Kolonien in den Achtzigeriahren begonnen. Die Rentabilität war kurz vor dem Kriege eine gute. Durch die Prohibitionsbewegung nach dem Kriege und durch den Abschluß Rußlands erlitt sie einen Stoß, hat sich jedoch in den letzten Jahren wieder gehoben, so daß man in Rischon und Sichron Jakob in: diesem. Jahre größere Neuanpflanzungen vorgenommen hat. Der Neubau, von Trauben zur Weinbereitung beschränkt sich indesseni auf diese beiden Kolonien und ihre nächste Umgebung und bedarf der Zustimmung des Winzersyndikats, dem die großen Kellereien, gehören. Uebrigens scheinen die Ausdehhungsmöglichkeiten nicht große zu sein. Dagegen bietet die Kultur der Tafeltraube mehr Chancen. Die Nachfrage nach Tafeltrauben wächst von Jahr zu Jahr. 1924 importierte England zirka 41.000 Tonnen, davon 80 Prozent aus Spanien und nur 5 Prozent aus dem Britischen Reich. Aegypten importierte 1925 9156 Tonnnen im Werte von äg. Pfd. 83.708, davon 435 Tonnen aus Palästina 4,75 Prozent. Auf beiden Märkten haben wir gute Absatzmöglichkeiten. Palästina baut ausgezeichnete Sorten von Tafeltrauben, zum Teil frühreif ende, die zu einer Zeit auf dem Markt erscheinen konnten, in welcher dieser von anderen Ländern weniger stark beschickt wird. Zu erwähnen wäre noch, daß Leibowitsch "außerdem den Anbau der Almeriatraube empfiehlt, die in Spanien in großem Umfange kultiviert wird und -eine vorzügliche Rentabilität erwarten läßt. Es verdautet, daß die palästinensische 'Regierung, 'in diesem Jahre einen Versuch mit Export von Tafeltrauben: nach England machen will. Grasowsky und Waitz schätzen, daß man in England gut 12.000 bis 15.000 Tonnen unterbringen kann und daß man bei vorsichtiger Kalkulation auf eine Rentabilität von., etwa Pfd. 6 bis 10 per Dunattt; rechrieh könnte. Auch mir scheint der Tafeltraubenanbau sehr aussichtsreich. Die Anlagekösten und Pflege während der ersten drei Jahre exklusive Boden belaufen sich auf etwa Pfd. 12 bis 15; bereits vom vierten Jahre ab darf man auf einen, wenn auch geringen, Nettoertrag rechnen; die volle Ertragsreife tritt mit demr sechsten Jahre ein. Der Täfeltraubenanbau ist für die rationelle Bodenwirtschaft deshalb von Wichtigkeit, weil hiezu Böden Verwendung finden können, die sich infolge ihrer Ober** flächengestaltung (Hügely Berge) für andere -Kulturen weniger eignen. Man körinte ferner, falls sich der Anbau von. Tafeltraubett nicht.zu stark ausdehnen ließe,'zu einem Anbau von Trauben über* gehen, die sich für Rösinenherstelfcirig eignen, und hier könnte man: einenunbegrenzten Absatz in verschiedensten Ländern finden.

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