Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 8-9
- Article
- Mittelstandskolonisation
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 404 (sequence 7)
- Language
- German
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404 sandigen Böden die Pomeranze zu bevorzugen, zumindest wählt, man das gemischte System, das heißt man pflanzt abwechselnd Limonen -und Pomeranzen mit der Absicht, einerseits durch die Limonen frühzeitig Erträge zu haben, andererseits bei Vollentwicklung der Pomeranzen die Limonen auszuroden und die Pomeranzen aülein stehen zu lassen. Im Zusammenhang mit dieser Frage ist auch der zu wählende Reihenabstand der Bäume lebhaft -diskutiert worden und auch hier sind Fortschritte zu verzeichnen. In den alten Pflanzungen stehen die Bäume 3 bis 3^2 bis 4 Meter voneinander entfernt; diese dichte Pflanzungsweise erfordert viel Handarbeit, sowohl bei der Be-, arbeitung, wie auch bei der Bewässerung. Limonen müssen zweck-; mäßig dichter gepflanzt werden, etwa in Abständen von 4 bis 5 bis 6 Meter, während die Pomeranze, die einen hohen, kräftigen Baum gibt, einen Reihenabstand von 7 bis 8 Meter erfordert. Der übliche Reihenabstand in Kalifornien beträgt zinka 7 Meter, doch sind Entfernungen von 10 bis 12 Meter nicht selten. Die Technisierung in der Landwirtschaft macht von Jahr zu Jahr weitere Fortschritte, auf der anderen Seite wird das Arbeiterproblem bei größerer Ausdehnung von Pflanzungen schwieriger werden, infolgedessen wird man aus Gründen der Rentabilität bei Neuanlage von Pflanzungen verlangen müssen, daß die menschlichen Arbeitskräfte auf ein Minimum reduziert und die Bewässerung, soweit als irgend möglich, mittels maschineller oder Pferdekraft vorgenommen wird. Anhangsweise sei hier gleich auf andere Citrusfrüchte eingegangen, deren Anbau rieben der Jaffaorange sehr lohnend zu werden verspricht. 1. Die Grapefrucht — Pomelos —, deren Konsum in Amerika groß ist, wird neuerdings auch in Engfrand mehr verlangt. 1923 hatte der Import «ach England einen Wert von Pfd. 78.357, 1924 Pfd. 140.686. 82 Prozent des Imports kamen aus den Vereinigten Staaten. Die Grapefrucht gedeiht in Palästina in vorzüglicher Qualität, nach Angabe amerikanischer Touristen ist palästinensische sogar der kalifornischen überlegen. Die Rentabilität ist mindestens die gleiche wie bei der Jaffaorange, der gegenüber sie den großen Vorzug hat, daß sie zwei Jahre früher ins Tragen kommt. Smilansky, Rechowoth, schlägt vor, bei Neupflanzungen 15 Prozent mit Grapefruit und 5 Prozent mit 2. Citrus medica — Ethrogim — für Konservenzwecke zu bepflanzen. Die Nachfrage nach diesen Früchten ist lebhaft und verspricht eine gute Rente. Siedlungstypen und Kapitalbedarf. Wir haben hier nur Ansiedler aus dem Mittelstand im Auge, also Leute, die im Gallith Kaufleute, Handwerker, Akademiker