Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 8-9
- Article
- Zum Problem der jüdisch-arabischen "Einheitsorganisation"
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 389 (sequence 27)
- Language
- German
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389^ diesem Bericht definiert als diejenigen, die, obwohl zur körperlichen Arbeit wohl geeignet, keine Befähigung zu qualifizierter oder halbqualifizierter Arbeit besitzen und außerstande sind, im Wettbewerb mit den Eingeborenen in grober Handarbeit Beschäftigung: zu finden. Als Gruppe sind sie besonders Ländern eigen, in denen es ein bedeutendes -nicht-europäisches Arbeiterelement gibt." Die politischen Wirkungen, die diese Entwicklung mit sich gebracht hat, lassen sich in verschiedenen Richtungen verfolgen. Auf der einen Seite gesetzliche Einwanderungssperre gegenüber den Indern. Ein anderer Versuch am selben Objekt: Spezialsteuern, die in Natal allen Indern schon 1911 auferlegt wurden, die ihren beständigen Wohnsitz dort aufzunehmen wünschten. Die letzte und schärfste Etappe in dieser politischen Entwicklung ist, wie bekannt, die Colour-Bar-Gesetzgebung, die nunmehr alle nichteuropäischen Arbeiter durch parlamentarischen Akt von jeder qualifizierten Arbeit ausschließt und" so wenigstens dieses Reservat für die europäische Arbeit erzwingen will. Es kommt nicht darauf an, ob man diese Politik, deren hauptsächlichste Träger die südafrikanische Arbeiterpartei und die Gewerkschaften sind, die auch an der für die Colour- Bar-Gesetzgebung verantwortlichen Regierungslkoalition teilgenommen haben, ablehnt oder rechtfertigt. Die ganze politische Seite »der Frage befindet sich außerhalb jeder Parallele und kommt für uns ja in keiner Weise in Betracht. Worauf es ankommt, ist lediglich, die ökonomischen Triebkräfte und die sozialen Verhältnisse aufzuzeigen, die richtiger- oder falscherweise zu der Colour- Bar-Gesetzgebung geführt haben. Die Gegner der Colour-Bar-? Politik, soweit sie nicht denjenigen Schichten angehören, die an einem unbegrenzten Reservoir billiger Eingeborenenarbeit unmittelbar interessiert sind, schlagen hauptsächlich vor, die Bodenfiächen, die für die Bantu-Siedlung als Landreserve bestimmt sind, zu erweitern, um sie nach Möglichkeit von der Lohnarbeit überhaupt unabhängig zu machen. Es ist hier nicht wichtig, zu untersuchen, ob eine solche Politik dem Problem gerecht wird oder ob sie nicht nur zu einer Verstärkung des Negerimports aus den Nachbarländern führen würde, wie er bereits von der Transvaal-Mozambique-Convention vorgesehen ist. Wichtig ist in unserem Zusammenhang' festzustellen, daß in diesem Programm kein Versuch liegt, dieeigentliche Frage in der Ebene der Lohnarbeit selbst zu lösen. Einer der eifrigsten und sachkundigsten Kämpfer gegen die Colour-Bar-Gesetzgebung, Lord Sidney Olivier, ehemaliger Gouverneur von Jamaika und Staatssekretär für Indien in Macdoiialds Regierung, schreibt in einem neuen Aufsatz, der „The five fears of South-Africa" betitelt ist (Contemporary Review 1927, page 144): „The incentive of the Co!lour-Bar Legislation excluding natives from skilled occupations is fear of the increasing competition of natives; with Europeans in the wage labour-market. This cause of anxiety is. not a necessary element in the relations between Europeans and.