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Palästina · 1927-01-01 · Heft 6-7 · p. Seite 329

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 6-7
Article
Arbeiterbewegung. Von Dr. A. Tartakower, Lodz.
Date
1927-01-01
Page
Seite 329 (sequence 4)
Language
German
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329 17 Genossenschaften mit 350 Mitgliedern vertreten, von denen 13 im Laufe des letzten Jahres entstanden sind. Der Zweck dieser Genossenschaften ist, den Gemüsebau im Lande für die Frauen zu erobern, besondere iHilfswirtschaften der landwirtschaftlichen Lohnarbeiter in den Kolonien zu schaffen, in denen die Frauen Verwendung finden könnten, und darüber hinaus noch bestimmte gewerbliche Arbeiten (z. B. Schusterei) den Frauen zugänglich zu machen. Die Genossenschaften haben sich bisher trotz aller Schwierigkeiten erhalten können und manche von ihnen sind sogar zur ziemlich hohen Blüte gelangt. 3. Das Werk des Solel-Boneh. Angesichts der Meinungsverschiedenheiten, die über die Existenzberechtigung des Solel-Boneh im Zusammenhang mit den letztens aufgetretenen momentanen finanziellen Schwierigkeiten der Genossenschaft aufgetaucht sind, ist von ganz besonderem Interesse der Bericht, der von der Leitung Ende 1926 veröffentlicht worden ist und die Ergebnisse der ganzen bisherigen Tätigkeit der Genossenschaft sowie ihres unmittelbaren Vorgängers, des Amtes für öffentliche Arbeiten, bei der allgemeinen Organisation der jüdischen Arbeiter Palästinas (zusammen seit Mitte 1920) zusammenfaßt. Es seien aus diesem Bericht die wichtigsten Ziffern wiedergegeben: Die Gesamtzahl der vom Solel-Boneh bis Ende 1926 erhaltenen Aufträge ist 1105, der Gesamtwert der durchgeführten Arbeiten Pfd. 'Sterl. 1,403.159. Die Durchschnittzahl der bei den Arbeiten der Genossenschaft ständig beschäftigten Arbeiter ist 1800, der bisher ausbezahlte Arbeitslohn erreicht die Höhe von dreiviertel Millionen Pfund. Unter den Auftraggebern des Solei Boneh figurieren folgende Instanzen mit folgenden Prozentsätzen: Die Mandatarregierung mit 17,4 Prozent (der ziemlich hohe Prozentsatz ist auf die ersten Jahre zurückzuführen, wo im Auftrag der Regierung eine Reihe von Chausseen erbaut worden ist, während / letztens der Prozentsatz der Aufträge der Regierung ein minimaler ist), zionistische Institutionen (in erster Reihe Keren Kajemet, Keren Hajessod und Universität) mit 11,2 Prozent, Kolonisationsgesellschaften (insbesondere Pica und die amerikanische Kehilijat Zion) mit 14,5 Prozent, gesellschaftliche Institutionen mit 4,5 Prozent, private Baugesellschaften mit 14,8 Prozent, die Stadtverwaltung von Tel-Aviv mit 6,6 Prozent, das Ruthenbergsche Unternehmen mit 2,1 Prozent, die Institutionen der Arbeiter mit 2,8 Prozent und Private mit 26,1 Prozent. Die Gesamtzahl der durch den Solel-Boneh errichteten Gebäude ist 1481, die Gesamtlänge der erbauten Chausseen 151,5 Kilometer, der erbauten Bahnen 75 Kilometer. Außerdem wurden erbaut vier Friedhöfe im Werte von Pfd. Sterl. 11.000 und ausgeführt Kanalisationsarbeiten im Werte von Pfd. Sterl. 85.000. Die Gesellschaft hat folgende Zweigbetriebe: 1. „Even", zur Fabrikation von 'Stein für Häuser- und Straßenbau mit sieben Steinbrüchen. 2. „Sela", zur Bearbeitung von Stein mit Hilfe von Maschinen (Steinbrüche in Jerusalem). 3. „Namlit" in »Haifa, zur Fabrikation von Betonröhren. 4. „Kivschan Sid" in Haifa, für Kalkbrennerei. 5. „Dror" in Tel-Aviv für Bau- und Möbelholzarbeiten und 6. „Karmel" in Haifa, Betrieb gleich dem unter 5. In diesen Ziffern tritt die gewaltige Bedeutung des Unternehmens, des größten in Palästina im gegenwärtigen Augenblick, klar zutage. Die derzeitigen Schwierigkeiten sind zum weitaus überwiegenden Teil auf ungenügendes Umsatzkapital zurückzuführen. So beträgt das Aktienkapital des Solel-Boneh keine ganzen Pfd. Sterl. 3000.- Anderseits werden letztens auch unter den Arbeitern Stimmen der Unzufriedenheit laut, die dem Solel-Boneh insbesondere die großen Lohndifferenzen zwischen den gelernten und ungelernten Arbeitern sowie die weit vorgeschrittene Bureaukratisierung vorwerfen, die den Verwaltungsapparat sehr verteuere

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