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Palästina · 1927-01-01 · Heft 6-7 · p. Seite 308

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 6-7
Article
Plan einer Umsatzsteuer des Ozer Hajischuw
Date
1927-01-01
Page
Seite 308 (sequence 3)
Language
German
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308 Die voraussichtlichen Wirkungen der Einführung: einer solchen Umsatzsteuer sind, folgende: 1. Die T o z e r e t h H a j i s c h u w -Bewegung wird beleb t. Trotzdem wird der iüdisch-nichtjüdische Gegensatz keineswegs verstärkt, da prinzipiell auch 'jeder .nicht-jüdische Verkäufer des Landes die Möglichkeit hat, sich durch Zahlung der Umsatzsteuer seiine jüdischen Kunden .zu erhalten, beziehungsweise auf Grund der vom Oizer Hajischuw für „Mariken-klebende" Verkäufer geführten Propaganda neue Kunden zu erwerben. 2. Die Steuer wird (keineswegs prinzipiell, sondern 'wahrscheinlich: nur i n A u s n a h m e f ä 11 e n a u f die Käufer a b >g e w ä 1 ,z t werden, das heißt verteuernd winken. Denn'die Konkurrenz der „nicht-klebenden" Verkäufer bleibt — zum mindesten zunächst — bestehen und wird die steuerzahlenden Produzenten und Händler veranlassen, die geringe Einbuße an Reingewinnen auf sich zu nehmen; um so mehr als die Reklame- Wirkung des „Marikenklöbens" ihren Kundenik'reis und Umsatz erhöhen wird. Es ist sogar denkbar, daß zahlreiche Verkäufer, diie in scharfem fKonkurrenzikaimipfe stehen, den von ihnen entrichteten Steuersatz aus Piopagandagründen freiwillig wesentlich erhöhen werden (wie sich manche (Ladenikategorien dn Europa, Amerika usw. mit Rabatten, Zugaben und ähnliche Vergünstigungen gegenseitig ülberbieten). Und es ist auch denlkbar, daß Verkäufer, die auf diese Weise ihren Umsatz erhöhen und den Anteil dhrer Handlungsunkosten am Preis der Waren- ' einheit verringern, können mehr riichtjüdische Kunden anziehen und diese zu unfreiwilligen Steuerzahlern für die zionistische Wirtschaft machen. Vor allem bei Markenartikeln wie Zigaretten usw. kommt eine derartige Ausdehnung des Kreises der Steuerzahler durchaus in Frage. 3. Es wird eine bedeutende und steigerungsfähige Einnahme für den Oizer Hajischuw geschaffen. Eine oberflächliche Kalkulation ergibt folgendes Resultat: Von den 157.000 im Lande lebenden Juden dürften — nach Abzug der Chaluikkah-Juden nnd der „sellbstgenügsamen" Kolonisten — etwa 120.000 als „normale 'Käufer" in Frage kommen. Sieht man von den Miietausgaben, den Eisenbahnfahrten sowie den Ausgaben unter -1 Piaster ab, so ikann man wohl für diese eine durchschnittliche Ausgabe von etwa 15 Schilling pro Woche und Kopf, also von 39 Pfund pro Jahr annehmen. Es ergäbe sich damit ein jüdischer Jahresumsatz von etwa 4,680.000 Pfund; eine Summe, die offenbar sehr niedrig gegriffen ' ist. Eine halbpro'zentige Umsatzsteuer würde auf dieser 'Basis dem Ozer Hajischuw etwa 23.400 Pfund ipro Jahr einbringen; nach Aibzug der Propaganda-,, Markenihersteilungs- und Verteilungskosten also etwa 2 0.0 0 0 Pfund. Hierbei siind folgende Faktoren, die für höhere Einnahmen sprechen, beziehungsweise zum Ausgleich vom Einführungsschwierigkeiten beitragen kö nicht einmal berücksichtigt: Mehrfacher Umsatz zahlreicher Waren; doppelte Steuern für Luxuswarenumsätze; Erträgnisse aus der (Besteuerung von Hotelaustgaben und Einnlkäufert

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