Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 6-7
- Article
- Plan einer Umsatzsteuer des Ozer Hajischuw
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 309 (sequence 4)
- Language
- German
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309 jüdischer Reisender; unfrei willige Steuerzahlung von-Nicht juden; Markenverkaufseinnahmen außerhalb Palästinas. * Die Diaspora kann ohne nennenswerte Erhöhung der Unkosten und ohne 'Beeinträchtigung ihrer Spendenleistungen zu einer gewissen Steigerung der Verkaufsmöglichkeiten für die Umsatzsteuermarken herangezogen werden. In Zentren mit relativ großer zionismusfreundlicher Bevölkerung kann die {palästinensische Hauptaktion im kleinen durchgeführt werden. Selbst in Orten mit weniger günstigen Voraussetzungen kann »man die Zionisten veranlassen, jüdische Lebensmittel- und Buchläden sowie andere Geschäfte durch Ausspielen ihrer Konkurrenz zum Kleben von Umsatzsteuer-marken zu veranlassen. Zionistische Aerzte und Anwälte müssen lim Verkehr mit jüdischen Klienten an das Kleben von Umsatzsteuienmariken «gewöhnt werden. Es kann .ferner der Versuch gemacht werden, die billigen Einheiten als Briefverschlüsse nach Muster der früheren NationaiMondsmariken bei Zionisten einzuführen, und es vor allem zu einer Mode unter Zionisten zu machen, auf alle Geschenke mindestens ein halbes Prozent des Wertes in Umsatzsteuermarken zu kleben. 4. Die englische Verwaltung wird in Anbetracht der Freiwilligkeit dieser Steuerzahlung und der prinzipiellen Einbeziehung nichtjüdischer Verkäufer m den Kreis der 'zu bevorzugenden Produzenten .und Händler nichts gegen sie einwenden können. Allerdings muß vielleicht der Begriff „Steuer", der ja juristisch nicht einmal gerechtfertigt ist, zurückhaltend angewendet werden. * Die Tatsache, daß ein gewisser Teil der in Palästina vorgenommenen Käufe direkt mit Unterstützungsgeldern der zionistischen Organisation erfolgt, ist (kein Grund zur Ablehnung des Planes, ta schlimmsten Falle handelt es sich um eine Umschreibung der Steuerbeträge von einem zionistischen (Konto auf ein anderes. Und selbst so bedeutet die nur scheinbare Steigerung der Steuereinnahmen durch EinlbeZiehung der vom Keren Hajessod finanzierten Käufe einen Vorteil; denn diese Einnahmen sind geeignet, nach einiger Zeit das Fundament einer A n leihe im iz i o.mistiscihen K r e i s e zu werden, da -sie als „normale", kontinuierliche Einnahmen eine weiit größere Sicherheitsgarantie für eventuelle Kapitalgeber bedeuten dürften, als noch so große „zufällige" Spendeneinnahmen des Keren Haijessod. Das H a u :p t a r >g u im e n t, das gegen dieses Projekt aus Palästina selbst geäußert werden dürfte, ist die Schwierigkeit, bei der .heutigen anormalen Lage der zionistischen Wirtschaft, hei der ungesunden Verbreitung des.. „iKau'fens auf Kredit" und der alLgeimeinen Anspannung der Geldmittel jedes einzelnen für zionistische Zweake die Umsatzsteuer einzuführen. Es sei alber ausdrücklich 'betont, daß selbst bei skeptischer Beurteilung ihrer unmittelbaren Erifolgsaussiichten ein mehrijähriiger Versuch mit dieser Steuer nicht das geringste seh ade n oder